Die ARGUS Interception GmbH, ein im niedersächsischen Rotenburg an der Wümme ansässiger Hersteller von Abfangdrohnen, zeigt auf der Rüstungsmesse Eurosatory 2026 in Paris die weiterentwickelte Fangdrohne „A1-Falke“ und den automatisierten Hot-Standby-Shelter „Falke Nest“.
Die Abfangdrohne A1-Falke ermöglicht ein kontrolliertes, automatisiertes Abfangen und Sichern unkooperativer Drohnen mittels mitgeführter Netzte. Systeme dieses Typs wurden sowohl von der Bundeswehr als auch die Bundespolizei zur Absicherung von Liegenschaften und Veranstaltungen beschafft. ARGUS Interception entwickelt nach eigenen Angaben sowohl die Falke-Abfangdrohne (Hard- und Software) als auch das dazugehörige Ökosystem stetig weiter.
Die in Paris gezeigte Version der A1-Falke verfügt dem Hersteller zufolge über folgende Innovationen:
- ARGUS Pathfinder
- ARGUS Mission Planner
- Multi-Radar Tracking
- Multi-Drone Operation Capability
- ARGUS Flight Safety Suite – mit zusätzlichem Rettungsfallschirm für noch mehr Sicherheit
Kernaufgabe der A1-Falke-Abfangdrohne ist es, im Raum unerlaubt anwesende und detektierte Drohnen anzufliegen und diese mit einem Netzeffektor einzufangen. Dadurch wird nicht nur die Gefährdung durch herunterfallende Drohnentrümmer reduziert, es wird auch mögliches Beweismaterial für eine eventuell anschließende Untersuchung sichergestellt. Dar Abfangvorgang erfolgt vollautomatisiert, ein menschlicher Bediener entscheidet aber über Durchführung und Abbruch des Abfangvorgangs. Wenn notwendig, können mehrere Systeme gleichzeitig eingesetzt werden, um mehrere in der Luft befindliche Drohnen abzufangen.
Um den durchhaltefähigen Einsatz der A1-Falke-Abfangdrohnen auch abseits von vorhandener Infrastruktur sicherstellen zu können, hat ARGUS Interception den automatisierten Hot-Standby-Shelter Falke Nest entwickelt. Im Gelände laufende Übungen oder Ausbildungsabschnitte können mit dem System bei Bedarf auch über Wochen und Monate hinweg mittels Abfangdrohnen abgesichert werden.
Dazu werden je nach Größe des Raumes und Sicherheitsbedarfs mehrere Shelter im Gelände aufgestellt. Das Falke Nest bietet dabei Platz für Sensorik sowie eine integrierte Start- und Landevorrichtung für die A1-Falke-Abfangdrohne. Die klimatisierte sowie geschützte Unterbringung der Abfangdrohne, schützt diese vor Witterungseinflüssen und Verschmutzung.

Sobald in Betrieb genommen, hält Falke Nest die Abfangdrohne im geschützten 24/7-Dauer-Standby-Betrieb, so dass Abfangvorgänge unmittelbar nach Detektion einer Drohnengefahr gestartet werden können. Die wegfallenden Vorbereitungszeiten tragen nicht nur zu einer erhöhten Abfangwahrscheinlichkeit bei, sie reduzieren auch die Zeitdauer der potenziellen Drohnenbedrohung im Raum. Eine externe oder onptional interne Energieversorgung im Falke Nest erlaubt das Wiederaufladen der Abfangdrohne.
Waldemar Geiger


















