Deutscher Staat beteiligt sich offenbar zu 50 Prozent an KNDS

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Die deutsche Bundesregierung hat offenbar mit den Eigentümerfamilien des Landsystemhauses KNDS eine Vereinbarung über den Erwerb von 50 Prozent der Anteile an dem deutsch-französischen Unternehmen geschlossen. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf vertrauliche Regierungsunterlagen. Die Kosten der Transaktion werden nicht beziffert.

Die übrigen 50 Prozent der Anteile liegen beim französischen Staat. KNDS war aus dem Zusammenschluss des französischen Staatsunternehmens Nexter und des deutschen Panzerbauers Krauss-Maffei Wegmann hervorgegangen. Ursprünglich war vorgesehen, 20 Prozent der KNDS-Anteile noch in diesem Jahr an die Börse zu bringen.

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Dabei sollte der französische Staatsanteil auf 40 Prozent reduziert werden, während Deutschland ebenfalls 40 Prozent halten sollte. Berichten zufolge wurde der Börsengang jedoch aufgrund des ungünstigen Marktumfelds abgesagt.

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Sollte der Einstieg des Bundes bei KNDS umgesetzt werden, würde die Bundesregierung maßgeblichen Einfluss auf ein für die deutsche Verteidigung zentrales Unternehmen erhalten. Es wäre die größte deutsche Staatsbeteiligung an einem Rüstungsunternehmen. Die deutsche Sparte von KNDS stellt unter anderem den Kampfpanzer Leopard 2 und die Panzerhaubitze 2000 her. Den Radpanzer Boxer produziert sie gemeinsam mit Rheinmetall.
lah