Shield AI übernimmt Radarspezialisten Echodyne für 5,3 Milliarden US-Dollar

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Das US-amerikanische Defence-Tech-Unternehmen Shield hat heute bekannt gegeben, eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme des Radarherstellers Echodyne Corp. getroffen zu haben. Der Wert der Transaktion beläuft sich auf 5,3 Milliarden US-Dollar, wie Shield in einer Mitteilung schreibt.

Echodyne-Radarsysteme seien bereits in Hunderte Drohnenabwehr- und Sicherheitssysteme integriert, die in mehr als 40 Ländern eingesetzt würden, heißt es weiter. Beide Unternehmen erwarten laut Mitteilung für das laufende Geschäftsjahr ein dreistelliges Umsatzwachstum.

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Zur Finanzierung der Transaktion nimmt Shield nach eigenen Angaben insgesamt 2,5 Milliarden US-Dollar auf. Darin enthalten sei eine Finanzierungsrunde der Serie H in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar. Diese erfolge auf Basis einer Unternehmensbewertung von 28,8 Milliarden US-Dollar nach Abschluss der Kapitalaufnahme.

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Durch die Übernahme erweitert Shield seinen Geschäftsbereich Mission Systems um softwaredefinierte Radarsysteme, die den Einsatz von Systemen zur Abwehr unbemannter Luftfahrzeuge (Counter-Unmanned Aircraft Systems, C-UAS) ermöglichen.

Echodyne entwickelt und produziert den Angaben zufolge kompakte Festkörperradare auf Basis seiner patentierten MESA-Technologie (Metamaterials Electronically Scanned Array). Dabei handelt es sich um eine elektronisch gesteuerte Antennenfeldtechnologie auf Metamaterialbasis.

Im September erhielt Echodyne den Angaben zufolge von der Joint Interagency Task Force 401 einen Auftrag mit einem maximalen Auftragsvolumen von 250 Millionen US-Dollar zur Lieferung von Drohnenabwehrradaren an US-amerikanische und verbündete Streitkräfte. Auch die Bundeswehr hat Drohnenabwehrsysteme mit Echodyne-Radaren eingeführt.

Die Radarsysteme des Unternehmens sind in zahlreiche ferngesteuerte Waffenstationen, Hochenergielaser und Hochleistungs-Mikrowellensysteme integriert. Sie unterstützen zudem die Steuerung von Abfangsystemen, indem sie diese auf anfliegende Drohnen ausrichten.

Nach Abschluss der Transaktion werde Echodyne seine bestehende Geschäftsstrategie weiterverfolgen. Diese sehe vor, leistungsstarke Radarsysteme an Systemintegratoren und Endkunden aus den Bereichen Verteidigung, Behörden und kommerzielle Anwendungen zu liefern. Das bestehende Team bleibe erhalten. Auch Frankenberg behalte seine Position.

Der Abschluss der Übernahme wird für Anfang 2027 erwartet. Voraussetzung dafür sind die erforderlichen behördlichen Genehmigungen sowie die Erfüllung weiterer marktüblicher Abschlussbedingungen.
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