Nachdem die europäische Rüstungsagentur OCCAR die ARTEC GmbH bereits im August mit der Lieferung von 69 weiteren Radschützenpanzern des Typs Schakal für die Bundeswehr und die niederländischen Streitkräfte beauftragt hatte, hat das Gemeinschaftsunternehmen von Rheinmetall und KNDS Deutschland, nun Rheinmetall mit der Umsetzung beauftragt. Dies geht aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung von Rheinmetall hervor.
Rheinmetall leistet eigenen Angaben zufolge als wesentlicher Industriepartner einen bedeutenden Beitrag zur Umsetzung des Programms. Mit den beiden Optionsauslösungen – 35 für die Bundeswehr und 34 für die Königlich Niederländische Landmacht – geht ein Auftragswert im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich für den Düsseldorfer Rüstungskonzern einher. Die Fahrzeuge sollen nach derzeitiger Planung zwischen Mai 2032 und November 2033 ausgeliefert werden. In Summe wird das Heer dann über 185 Waffensysteme des Typs Schakal verfügen, die Landmacht über 106.
Die Optionen wurden aus einem 2025 geschlossenen Rahmenvertrag ausgelöst, in dessen Rahmen bereits 222 Radschützenpanzer des Typs Schakal – 150 für das deutsche Heer und 72 für die niederländische Landmacht – bestellt wurden.
„Die Aktivierung weiterer Optionen für den Schakal bestätigt das Vertrauen unserer Kunden in dieses hochmoderne System“, wird Björn Bernhard, Leiter der Rheinmetall-Division Vehicle Systems, in der Mitteilung zitiert. „Weiterhin schafft sie zusätzliche Planungssicherheit für uns als Industrie und unsere Zulieferer. Gemeinsam mit unseren Partnern leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung der europäischen Landstreitkräfte und zur Stärkung der industriellen Leistungsfähigkeit in Europa“, erklärt Bernhard weiter.
Der Radschützenpanzer Schakal basiert auf dem von KNDS Deutschland entwickelten Waffensystem Boxer RCT30. Es kombiniert das Boxer-Fahrmodul – in der modernisierten Ausführung „Future Common Drive Module“ – mit einem Maschinenkanonen-Missionsmodul mit einem aus dem Schützenpanzer Puma bekannten unbemannten Turm vom Typ RCT30. Darüber hinaus ist das Fahrzeug mit MELLS-Panzerabwehrlenkflugkörpern bewaffnet. Die Absitzstärke des Systems wird mit sechs Grenadieren angegeben.
Waldemar Geiger












