EXTRA-MR – Elbit Systems mit der Lieferung von Artillerieraketen nach Europa beauftragt

Waldemar Geiger

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Der israelische Rüstungskonzern Elbit Systems wurde nach eigenen Angaben mit der Lieferung von Raketen des Typs EXTRA-MR (Medium Range) für Raketenartilleriesysteme des Typs PULS eines nicht weiter spezifizierten europäischen Kunden beauftragt. Dies geht aus einer heute veröffentlichten Mitteilung des Unternehmens hervor. Demnach erfolgt die Beschaffung im Rahmen eines Regierungsgeschäfts zwischen der israelischen Regierung und dem europäischen Staat. Den Auftragswert beziffert Elbit auf rund 235 Millionen US-Dollar, was umgerechnet etwa 210 Millionen Euro entspricht.

Der Mitteilung zufolge wird Elbit im Rahmen der Vereinbarung eine Variante der EXTRA-Rakete mittlerer Reichweite, PULS-Abschussvorrichtungen, weitere Plattformen für die Raketenartillerie sowie integrierte logistische Unterstützung an das Kundenland liefern.

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Bei der EXTRA-MR handelt es sich Herstellerangaben zufolge um eine präzisionsgelenkte Rakete, die sich zur hochpräzisen Bekämpfung von Zielen in Entfernungen von bis zu 80 Kilometern eignet. Die Munition ist vollständig mit dem Raketenartilleriesystem PULS von Elbit Systems sowie bestehenden C4I-Architekturen kompatibel. Die ursprüngliche EXTRA-Rakete, deren Beschaffung auch für die Bundeswehr geplant ist, verfügt über eine Reichweite von 150 Kilometern.

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Der Mehrfachraketenwerfer PULS kann eine breite Palette von Artillerieraketen mit Reichweiten zwischen 12 und 300 Kilometern verschießen. Deutschland und die Niederlande führen das System derzeit in den modifizierten Varianten EuroPULS beziehungsweise MARS 3 ein. EuroPULS soll unter anderem über ein Feuerleitsystem aus Deutschland verfügen und in der Lage sein, zusätzliche, nicht von Elbit hergestellte Wirkmittel zu verschießen.

Zudem haben Dänemark und Griechenland das Waffensystem PULS offiziell eingeführt. Darüber hinaus gilt es als ausgemacht, dass auch Serbien das israelische Raketenartilleriesystem beschafft hat, auch wenn Elbit dies offiziell bislang nicht bestätigt hat.

Waldemar Geiger