Flugkörperbewaffnung – P-8A Poseidon der Marine soll Ziele mittels Joint Strike Missile auch auf große Entfernung bekämpfen sollen

Waldemar Geiger

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Die Seefernaufklärer des Typs P-8A Poseidon der Deutschen Marine sollen eine Flugkörperbewaffnung des Typs Joint Strike Missile (JSM) erhalten, um Boden- sowie Überwasserziele auch auf große Entfernung bekämpfen zu können. Wie es aus gut informierten Kreisen gegenüber hartpunkt heißt, sollen noch in diesem Jahr JSM-Flugkörper durch die Bundeswehr beschafft werden, die als Bewaffnungsoption für das größte Kampfflugzeug der Bundeswehr vorgesehen sind.

Kapitän zur See Broder Nielsen, Kommandeur der Marineflieger, hatte bereits im Juli auf der Farnborough International Airshow angedeutet, dass die JSM eine valide Bewaffnungsoption für die P-8A Poseidon darstellen würde. Mit Einführung eines solchen Flugkörpers stünden den Marinefliegern, mehr als 20 Jahre nach Außerdienststellung der Marine-Tornados, wieder Fähigkeiten zur Bekämpfung von Seezielen auf größere Entfernung zur Verfügung.

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Die Deutsche Marine hat bislang acht Seefernaufklärer des Typs P-8A Poseidon in den USA bestellt, die von Boeing gebaut werden. Das erste Waffensystem wurde im Oktober 2025 an die Bundeswehr übergeben. Wie jedoch aus Fachkreisen zu vernehmen ist, hat die Marine einen zusätzlichen Bedarf von mindestens vier weiteren Seefernaufklärern dieses Typs.

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Bei der Joint Strike Missile handelt es sich um einen rund 400 kg schweren Luft-Boden-Lenkflugkörper des norwegischen Rüstungskonzerns Kongsberg Defence & Aerospace, rund 120 kg davon entfallen auf den Spreng-Splitter-Gefechtskopf. Die JSM wurde auf Grundlage des bewährten schiffs- und landgestützten Seezielflugkörpers Naval Strike Missile (NSM) entwickelt.

In der Bundeswehr wurde der Flugkörpertyp auch als Bewaffnungsoption für die F-35A beschafft. Der Hersteller gibt die Reichweite mit mehr als 350 km an, die Luftwaffe mit bis zu 560 km. Die Joint Strike Missile ist in der Lage, sowohl See- als auch Landziele zu bekämpfen.

Der mit Stealth-Eigenschaften versehene Flugkörper ist darauf ausgelegt, auch hochentwickelte Flug- und Raketenabwehrsysteme zu überwinden. Neben der Verbundwerkstoffkonstruktion des Rumpfes trägt auch die Abstützung auf Passivsensoren dazu bei, dass der Flugkörper von feindlichen Luftverteidigungssystemen nur schwer erkannt werden kann.

Waldemar Geiger