Kanada wird bei dem von Italien, Japan und dem Vereinigten Königreich trilateral vorangetriebenen Kampfflugzeugprojekt Global Combat Air Programme (GCAP) einen Beobachterstatus erhalten. Darauf haben sich in dieser Woche der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto, der japanische Verteidigungsminister Koizumi Shinjirō, der britische Verteidigungsminister Wes Streeting und der kanadische Verteidigungsminister David J. McGuinty in London geeinigt, wie aus einer Mitteilung des kanadischen Verteidigungsministeriums hervorgeht. Diese Vereinbarung markiere einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen vertrauenswürdigen, gleichgesinnten Partnern im Rahmen des Programms.
Der Beobachterstatus wird Kanada der Mitteilung zufolge einen besseren Einblick in das GCAP verschaffen und die Möglichkeit bieten, sein Verständnis für die Leitungsstruktur, die Fähigkeiten und den industriellen Rahmen des Programms sowie für die damit verbundenen Sicherheitsanforderungen und weiterreichenden Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu vertiefen.
Für Italien, Japan und das Vereinigte Königreich werde die Beteiligung Kanadas zudem zu einer stärkeren Angleichung der strategischen Prioritäten beitragen und das gegenseitige Verständnis für die künftigen Ziele im Bereich der Kampfflugzeuge vertiefen.
Zwar werde Kanada keine Entscheidungsbefugnis haben, doch verschaffe dieser Schritt dem Land privilegierten Zugang zum Programm und ebne den Weg für Gespräche über die künftige Beteiligung des Landes am GCAP und dessen Beitrag dazu, heißt es in einer Mitteilung der britischen Regierung.
Die Ankündigung gehe einher mit einer Investition in Höhe von 8,6 Milliarden Pfund in das GCAP im Rahmen des britischen Verteidigungsinvestitionsplans über einen Zeitraum von vier Jahren.
Anfang dieses Monats hatten das Vereinigte Königreich, Italien und Japan einen Vertrag über 4,6 Milliarden Pfund mit Edgewing – dem Joint Venture der Industrie für GCAP – abgeschlossen, um die nächste Phase der Flugzeugkonstruktion durch die Festlegung der wichtigsten Anforderungen und Tests voranzutreiben.
Lars Hoffmann

















