D-LBO: Neue Maßnahmen zum Abbau des Rückstands bei Serienintegration

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Das Verteidigungsministerium hat einen Maßnahmenplan erarbeitet, um die weiter bestehenden Rückstände bei der Fahrzeug-Serienintegration von Funktechnik im Rahmen des Rüstungsprojektes Digitalisierung Landbasierte Operationen (D-LBO) aufzuholen. Wie das BMVg schreibt, sieht dieser Plan für die Bundeswehr vor, dass mehr Personal für die Güteprüfung eingesetzt wird. Überdies solle der Prozess für die Fahrzeugabnahme optimiert werden. Mit der Industrie wurde laut BMVg vereinbart, über die bereits ergriffenen Maßnahmen hinaus weitere Vorschläge zu erarbeiten, wie die Rückstände aufgeholt werden können.

Ein Grund für den Rückstand auf Industrieseite seien mangelnde Materiallieferungen, während die Bundeswehr unter anderem für den Abnahmeprozess in den Werken zuständig sei, bei dem es Verbesserungspotenial gebe, schreibt das Ministerium.

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Verteidigungsminister Boris Pistorius hatte sich zuvor mit den verantwortlichen Vertretern der Industrie getroffen, um den aktuellen Sachstand im Vorhaben D-LBO zu erörtern, bei dem der sogenannte Systemnachweis, also die Überprüfung unter realen Bedingungen, seit dem 29. Juni in Munster läuft.

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Während es bei der Serienintegration zu Verzögerungen gekommen ist, wird dagegen der Zeitplan bei der Musterintegration laut BMVg-Mitteilung eingehalten, wie es heißt. Bei der Musterintegrationen wird jeweils pro Fahrzeugtyp die Blaupause für die spätere Serieneinrüstung der digitalen Funktechnik erstellt.

In dem Gespräch mit der Industrie wurde der Mitteilung zufolge verdeutlicht, dass alle Anstrengungen unternommen werden müssen, um die aufgetretenen Rückstände bei der Serienintegration aufzuholen. Die Industrie habe erneut versichert, dass 2.700 Fahrzeuge im laufenden ausgerüstet werden.  Das Ziel bleibe die „digitale Einsatzbereitschaft“ der Panzergrenadierbrigade 37 zum Jahresende sowie der Panzerbrigade 45 in Litauen bis Mitte 2027.

Für den Aufwuchs der Bundeswehr werden in den kommenden Jahren die Fahrzeugflotten der Gefechtsfahrzeuge und auch der Logistik stark anwachsen. Diese Neuplattformen müssen alle in das neue digitale Funk- und Führungssystem integriert und darüber hinaus auch die anwachsende Truppe mit neuen digitalen Handfunkgeräten ausgerüstet werden, wie weiter heißt. 

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages habe hierfür in der vergangenen Woche den 7. Änderungsvertrag im Programm D-LBO gebilligt, um Liefermengen und -kadenz der Führungsfunkgeräte des bestehenden Vertrages zu erhöhen. Es seien knapp 32.000 zusätzliche Führungsfunkgeräte in verschiedenen Ausführungen geplant.

Der Änderungsvertrag beinhaltet den Angaben zufolge zudem zusätzliche Handfunkgeräte für den digitalen Mischbetrieb. Der Mischbetrieb habe für die Ausstattung der Landstreitkräfte mit D-LBO eine herausgehobene Bedeutung. Unter anderem sollen Fahrzeuge, die nicht mehr umgerüstet werden, z.B. aufgrund geringer Stückzahlen oder wegen baldigem Nutzungsende, ein digitales Handfunkgerät erhalten, um im Verbund kommunizieren zu können.

Bei D-LBO werden laut BMVg aktuell mehr als 10.000 Fahrzeuge der sogenannten Division 2025 mit digitaler Funktechnik ausgestattet.
lah