Europäische Deep-Strike-Initiative ELSA geht in die nächste Runde

Lars Hoffmann

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Die vor zwei Jahren von Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Schweden und Großbritannien gestartete Initiative zur Entwicklung von konventionellen Langstreckenwaffen mit der Bezeichnung European Long Range Strike Approach (ELSA) wird fortgeführt und vertieft. Wie es in einem heute veröffentlichten Communiqué der ELSA-Nationen heißt, soll bei ELSA ein Übergang hin zu eigenständigen ELSA Implementation Groups vollzogen und damit unterstrichen werden, „dass ELSA eine bedeutende Weiterentwicklung europäischer Zusammenarbeit im Bereich weit reichender Angriffsfähigkeiten darstellt“. 

Im Verlauf der vergangenen zwei Jahre seien die relevantesten Fähigkeiten identifiziert und verschiedenen Clustern zugewiesen worden, die das gesamte Spektrum weit reichender Angriffe von Sensoren über Wirkmittel unterschiedlicher Reichweite bis hin zu Startvorrichtungen abdecken, heißt es in dem Communiqué.

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In mehreren Clustern haben die Nationen gemeinsame Anforderungen abgestimmt und potenzielle, interoperable Lösungen und Ansätze erarbeitet. Mehrere Cluster haben inzwischen einen Reifegrad erreicht, der es ihnen erlaubt, als eigenständige „ELSA Implementation Groups“ (EIG) weiterzuarbeiten. In diesen Gruppen werde die Arbeit unter Leitung der jeweiligen federführenden Nation(en) fortgeführt, mit Hauptaugenmerk auf Entwicklungs- und Beschaffungsprojekten, schreiben die ELSA-Partner.

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Die Fähigkeitscluster, von denen einige bereits zu Kooperationsprojekten geführt haben, umfassen:

  • luftgestützte Frühwarnung
  • Niederhalten der gegnerischen Flugabwehr auf große Entfernung
  • luftgestützte weit reichende Angriffsfähigkeit
  • Euro Multi Missile Launcher
  • bodengestütztes weit reichendes Angriffssystem 300-500 km
  • bodengestütztes weit reichendes Angriffssystem 500-2000 km
  • bodengestütztes weit reichendes Angriffssystem 2000 km+
  • kostengünstige Angriffsfähigkeiten 500 km+ basierend auf Einweg-Wirkmitteln

ELSA habe seine Wirksamkeit durch konkrete Ergebnisse bewiesen; zunächst unter Beteiligung eines kleineren Nationenkreises, um Anforderungen und realisierbare Lösungen einander schneller anzunähern. Es folgte die Ausweitung und Identifizierung von Kooperationsprojekten – somit diente ELSA als Keimzelle für die Stärkung europäischer Verteidigung in diesem kritischen Bereich der weit reichenden Angriffe. 

Die sechs Nationen bekräftigen, weitere Anstrengungen zur Weiterentwicklung weit reichender Angriffsfähigkeiten zu unternehmen, sowie deren Beschaffung und Entwicklung zu beschleunigen.

Lars Hoffmann