Leichte Waffenstation – Bundeswehr-Beschaffung geht in die nächste Runde

Waldemar Geiger

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Die Bundeswehr beabsichtigt, fast 3.000 leichte Waffenstationen zu beschaffen und hat dazu Ende November 2024 einen Teilnahmewettbewerb eröffnet. Nun geht das Beschaffungsvorhaben in die nächste Runde, an der nur noch drei Anbieter beteiligt sind.

Wie gut unterrichtete Kreise gegenüber hartpunkt berichten, hat das Bundeswehr-Beschaffungsamt BAAINBw anhand vorher bekanntgegebener Kriterien die Angebote von Diehl Defence (in Kooperation mit EOS) mit der R150, Kongsberg Defence and Aerospace mit der RS2 sowie Rheinmetall mit einer leichten Waffenstation aus einem breiten Anbieterfeld ausgewählt, die nun in die zweite Phase des Verfahrens gehen. Dabei müssen die Hersteller dem Vernehmen nach dem BAAINBw auf eigene Kosten mehrere Waffenstationen für Erprobungszwecke zur Verfügung stellen, die auch nicht erstattet werden,  sollte das Unternehmen am Ende des Wettbewerbs leer ausgehen. Als Zuschlagskriterium wird bei Erfüllung des geforderten Leistungskataloges ausschließlich der Preis mit einer Gewichtung von 100 Prozent angegeben. Somit wird eine Übererfüllung der von der Bundeswehr geforderten Leistung nicht belohnt.

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Ausgeschrieben ist ein Rahmenvertrag mit einer Laufzeit von 10 Jahren. Den vom BAAINBw veröffentlichten Informationen zufolge sollen insgesamt bis zu 2.972 Sätze der leichten Waffenstation beschafft werden, etwa 740 davon als Festbeauftragung. Die Waffenstationen sollen in verschiedene ungeschützte Transportfahrzeuge sowie geschützte Transport- und Führungsfahrzeuge der Bundeswehr integriert werden. Da die Stückzahlenberechnung für den Rahmenvertrag zu einer Zeit vor dem 2025 beschlossenen Aufwuchs der Bundeswehr erfolgt ist, halten es Beobachter nicht für ausgeschlossen, dass der Bedarf mit diesem Rahmenvertrag nicht gänzlich gedeckt wird.

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Die leichte Waffenstation muss dem BAAINBw zufolge die Besatzung „in die Lage versetzen, unter Schutz (aus dem Fahrzeug heraus) eine Waffe zum Zweck der Selbstverteidigung zu bedienen“. Als Bewaffnung ist das mittlere Maschinengewehr MG5A1 – es handelt sich hier um die Einbauversion des MG5 – im Kaliber 7,62 x 52 mm vorgesehen. Zudem muss die leichte Waffenstation „mit einer integrierten tag- und nachtkampffähigen Sensoreinheit ausgestattet sein. Diese muss auch für Überwachungs- und Sicherungsaufgaben verwendet werden können“, so das BAAINBw bei der Eröffnung des Teilnahmewettbewerbes.

Wie das BAAINBw weiter ausführt, ist auch die Musterintegration in vier Fahrzeugtypen der Bundeswehr, die Unterstützung bei der integrierten Nachweisführung, die Lieferung des Ersatzteilerstbedarfs, die Lieferung von Sonderwerkzeugsätzen, die Ausbildung von Bundeswehrpersonal und die Lieferung von Ausbildungsgerät ebenfalls Bestandteil des Rahmenvertrages, da es sich um die Einführung eines neuen Produktes handelt.

Waldemar Geiger