U.S. Marine Corps beschafft weitere SMASH-Feuerleitvisiere von Smartshooter

Kristóf Nagy

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Das U.S. Marine Corps hat einen weiteren Auftrag zur Beschaffung von Feuerleitvisieren des Typs „SMASH 2000LE” an das israelische Unternehmen Smartshooter vergeben. Wie das Unternehmen am 9. Juni mitteilte, hat der Auftrag einen Wert von rund 3,4 Millionen US-Dollar. Dem Unternehmen zufolge könnte das Gesamtvolumen einschließlich vertraglich vorgesehener Optionen auf etwa 5,8 Millionen US-Dollar anwachsen.

Der Vertrag wurde durch das Marine Corps Systems Command (MCSC) erteilt und umfasst neben den eigentlichen Feuerleitsystemen auch Ersatzteile sowie Ausbildungsleistungen. Die Optionen haben nach Unternehmensangaben einen Wert von rund 2,4 Millionen US-Dollar. Der Großteil der Lieferungen soll im vierten Quartal 2026 erfolgen. Einzelne Ausbildungsleistungen könnten sich jedoch bis in das erste Quartal 2027 erstrecken.

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Bei dem SMASH 2000LE handelt es sich um eine für abgesessene Kräfte ausgelegte Variante der SMASH-Produktfamilie, insbesondere für die infanteristische Drohnenabwehr. Das System wird in den USA teilweise auch als SMASH 3000SA bezeichnet. Die Feuerleittechnologie unterstützt den Schützen durch Zielverfolgung und Feuerfreigabesteuerung. Dadurch soll die Trefferwahrscheinlichkeit insbesondere gegen kompakte und schnelle Kleinstdrohnen (sUAS) erhöht werden.

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Das Unternehmen verweist darauf, dass die jüngste Beauftragung Teil einer Reihe von Vertragsabschlüssen mit US-Streitkräften ist. Demnach hat Smartshooter innerhalb der vergangenen zwölf Monate Aufträge von der U.S. Army, dem U.S. Marine Corps, der U.S. Air Force sowie der U.S. Navy erhalten. Nach Unternehmensangaben spiegelt dies den steigenden Bedarf der US-Streitkräfte an Lösungen zur Abwehr der wachsenden Bedrohung durch sUAS wider.

Erst im März 2026 hatte das Unternehmen einen Auftrag der Joint Interagency Task Force JIATF-401 mit einem Volumen von rund 2,4 Millionen US-Dollar bekanntgegeben. Im Mai folgte ein Auftrag der U.S. Army im Wert von etwa 10,7 Millionen US-Dollar. Anfang Juni meldete das Unternehmen zudem seinen ersten größeren Auftrag der U.S. Navy mit einem Umfang von rund 1,8 Millionen US-Dollar.

Die US-Streitkräfte beschäftigen sich seit mehreren Jahren mit der Frage, wie abgesessene Soldaten und kleinere Einheiten wirksam gegen Kleindrohnen geschützt werden können. Dabei werden sowohl spezialisierte Effektoren als auch Lösungen verfolgt, die bestehende Handwaffen für den Einsatz gegen Luftziele befähigen. Die SMASH-Systeme gehören zu den bekanntesten Vertretern dieses Ansatzes und wurden in den vergangenen Jahren wiederholt im Rahmen von Erprobungen und Beschaffungsvorhaben in den Vereinigten Staaten untersucht.

Kristóf Nagy