Das deutsche Defence-Tech-Unternehmen STARK erweitert sein Portfolio an Loitering Munition Systemen um die rohr- und kanistergestützte „Cascade“ sowie das tragbare Quadrocopter-System „Gambit“ für Aufklärung (ISR) und Wirkung im Nahbereich.
Wie es aus Unternehmenskreisen gegenüber hartpunkt heißt, sind beide Wirkmittel mit einer elektrooptischen sowie einer Infrarotsensorik ausgestattet und in die von STARK entwickelte, KI-gestützte Missionsführungssoftware Minerva integriert.
Die visuelle Navigation erlaubt es der Cascade als auch der optional per Glasfaserkabel gesteuerten Gambit, ohne GNSS-Signale zielsicher zu navigieren. Ein störresistenter, in Europa entwickelter und hergestellter Datenlink soll zudem die Einsatzfähigkeit auch in stark eingeschränkten elektromagnetischen Umgebungen gewährleisten.
Gambit
Bei der Gambit handelt es sich STARK zufolge um ein leichtes, tragbares System für Aufklärung (ISR) und Wirkung auf der vordersten taktischen Ebene bei Tag und Nacht. Das faltbare Quadrocopter-System wird vom Hersteller in der Rolle Aufklärungsdrohne oder Wirkmittel angeboten. Die Einsatzbereitschaft kann in wenigen Minuten hergestellt werden.
Gambit ist als Aufklärungsdrohne oder Wirkmittel verfügbar und bietet Operateuren den Angaben zufolge eine hohe Flexibilität im Einsatz. Das Gesamtgewicht des Systems wird mit 6 kg angegeben.
Technische Daten der Gambit Aufklärungsdrohne (ISR) Wirkmittel (STRIKE) Reichweite: bis zu 40 km bis zu 25 km Einsatzdauer: bis zu 50 min bis zu 25 min Sensoren/Nutzlast: EO/IR Sensor bis zu 2 kg Max. Startgewicht: 4,5 kg 6 kg Reise- bzw. Angriffsgeschwindigkeit: 60 km/h 60 bzw. 120 km/h
Cascade
Die Existenz der Cascade ist bereits seit mehreren Monaten bekannt. Nun gibt es jedoch erstmals Angaben zur technischen Leistungsfähigkeit der aus einem Kanister startenden Loitering Munition.
STARK gibt an, dass die Cascade für den unmittelbaren Einsatz mehrerer Effektoren ausgelegt ist, um gegnerische Abwehrsysteme zu überfordern und Hochwertziele in einer Reichweite von 40 bis 100 km zu bekämpfen. Front- wie auch die kürzeren Heckflügel und die beiden Seitenleitwerke sind klappbar ausgelegt. Dieses Design erlaubt eine Kanisterstartfähigkeit sowie eine kompakte Verstauweise des Systems, so dass auch mehrere Cascade-Drohnen auf einem Fahrzeug oder Boot integriert werden können. Auch eine modulare Container-Lösungen ist STARK zufolge realisierbar.
Wie es aus Kreisen des Herstellers zudem heißt, wird das System in unterschiedlichen Batteriekonfigurationen angeboten, mit denen Flugreichweiten von 40, 60 oder 100 km erzielt werden können. Die Nutzlastkapazität soll bei bis zu 4,5 Kilogramm liegen. Damit wäre die Cascade auch mit leistungsstarken panzerbrechenden Gefechtsköpfen bestückbar. Die Einsatzdauer der Drohne wird mit 60 min angegeben, die Angriffsgeschwindigkeit mit bis zu 220 km/h.
Waldemar Geiger

















