Der Rüstungskonzern Airbus Defence and Space ist gegenwärtig dabei, die Fähigkeiten seines Transportflugzeugs A400M deutlich auszubauen. So soll laut Hersteller beispielsweise die maximale Nutzlast von 37 auf 40 Tonnen erhöht werden, um spezifische Einsätze zu ermöglichen sowie die Kapazitäten für die Luft-Luft-Betankung zu erhöhen.
Mit einem Kunden, dessen Namen nicht genannt werden könne, entwickele Airbus zudem das „A400M Mothership“, das bis zu 50 mittelgroße Drohnen oder bis zu zwölf Marschflugkörper von der Größe eines Taurus mitführen und aussetzen könne, teilte ein Sprecher des Unternehmens auf Nachfrage mit. Dies könne einzeln oder als Schwarm an jedem Ort der Welt erfolgen.
Dank verbesserter Konnektivität via verschlüsselter Breitband-Satellitenkommunikation lassen sich die Drohnen und Marschflugkörper nach Aussage des Sprechers auch von der A400M aus steuern und kontrollieren. Damit biete die A400M eine bisher unerreichte “Deep Strike”-Fähigkeit.
Airbus hatte in der vergangenen Woche mit der 53. Maschine die letzte von der Bundeswehr bestellte A400M an die Luftwaffe ausgeliefert. Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges gewinnt die Fähigkeit zum Deep Strike auch bei der Bundeswehr an Bedeutung. So ist Deutschland bestrebt, eine solche Fähigkeit aufzubauen und arbeitet dazu mit anderen Nationen zusammen.
Wie Airbus in der vergangenen Woche anlässlich der Übergabe der A400M an die Luftwaffe auf der Plattform X schrieb, soll das Flugzeug überdies zum Tragen von 20 Tonnen Löschmitteln befähigt werden und ein satellitenbasiertes Lande-System erhalten. Offenbar nicht mehr verfolgt wird der Ansatz, die Maschine zum elektronischen Kampf und zum Jamming im Rahmen des Vorhabens LuWES (Luftgestützte Wirkung im Elektromagnetischen Spektrum) zu ertüchtigen. Für das LuWES-Projekt sollen dem Vernehmen nach Maschinen des kanadischen Anbieters Bombardier umgerüstet werden.
lah













