Die finnischen Streitkräfte beschaffen über ein Regierungsgeschäft insgesamt 112 ausgemusterte K9-Panzerhaubitzen der südkoreanischen Streitkräfte samt zugehöriger Ersatzteile, Spezialwerkzeuge und Prüfgeräte im Gesamtwert von rund 546,8 Millionen Euro. Ein entsprechender Vertrag zwischen dem finnischen Verteidigungsministerium und der Korea Trade-Investment Promotion Agency (KOTRA) wurde heute unterzeichnet, wie aus einer Mitteilung des finnischen Verteidigungsministeriums hervorgeht.
Das Beschaffungsvorhaben soll die Feuerkraft des finnischen Heeres weiter stärken und die Fähigkeit verbessern, die Kampftruppe mit Artilleriesystemen zu unterstützen, die über eine gute Geländegängigkeit und Mobilität auf Straßen verfügen. Mit der Beschaffung will Finnland eigenen Angaben zufolge „veraltete gezogene Artilleriesysteme“ teilweise ersetzen.
Finnlands Verteidigungsminister Antti Häkkänen wird in der Mitteilung diesbezüglich mit den Worten zitiert: „Diese Beschaffung stärkt die Fähigkeiten der finnischen Artillerie auf kosteneffiziente Weise. Der Erwerb ist Teil der im Verteidigungsbericht der Regierung dargelegten, auf ein Jahrzehnt angelegten Modernisierung des finnischen Heeres. Gleichzeitig ist dies ein deutlicher Ausdruck der engen Zusammenarbeit zwischen den jeweiligen Verteidigungsbehörden Finnlands und der Republik Korea.“
Die 112 zulaufenden K9-Panzerhaubitzen sollen die bereits 96 vorhandenen Systeme ergänzen, die Finnland 2017 im Rahmen eines Regierungsgeschäftes über die KOTRA erworben hat. Somit wurden Wartungs- und Instandhaltungskapazitäten für die südkoreanischen Panzerhaubitzen bereits in Finnland etabliert.
In Summe wird das Land somit zukünftig über 208 K9-Panzerhaubitzen verfügen, nachdem die „neuen“ Systeme der Mitteilung zufolge nationale Anpassungen erhalten haben – hier wird es sich u.a. um die Integration finnischer Führungssysteme handeln.
Waldemar Geiger














