Die Luftwaffe hat Ende vergangener Woche die erste Feuereinheit des Luftverteidigungssystems Iris-T SLM in Dienst gestellt. Nach Angaben der Luftwaffe wurde das erste System in deutscher Konfiguration der Flugabwehrraketengruppe 61 in Todendorf übergaben.
Wie ein Luftwaffensprecher auf Nachfrage von hartpunkt mitteilte, umfasst die Feuereinheit Iris-T SLM einen Gefechtsstand, ein Mittelbereichradargerät, mehrere Startgeräte sowie ein Nachladefahrzeug und eine Logistikkomponente und basiert auf der Version des Systems, welches in der Ukraine eingesetzt wird.
Das System für die Bundeswehr sei dahingehend adaptiert worden, dass es sich nahtlos und die Luftverteidigungsstruktur der NATO integrieren lasse. Den Angaben zufolge hat die Bundeswehr bereits am 3. September 2024 die Anfangsbefähigung mit dem Luftverteidigungssystem Iris-T SLM erreicht. Man befinde sich bei der Erreichung des vollen Einsatzbereitschaft im Zeitplan, so der Sprecher. Weitere Angaben dazu und zum Zulauf der bestellten weiteren fünf Systeme wollte er aus Gründen der militärischen und operationellen Sicherheit nicht machen.
Bei der Ausbildung will die Luftwaffe offenbar auf Erfahrungen aus der Ukraine zurückgreifen. „Grundsätzlich fließen Erkenntnisse aus Übungen und Konflikten in die Ausbildung des Personals der Bundeswehr sowie in die Weiterentwicklung von Techniken, Taktiken und Verfahren ein, so auch bei dem Luftverteidigungssystem Iris-T SLM“, teilte der Sprecher dazu mit.
Gut informierten Kreisen zufolge hat die Luftwaffe einen Bedarf von 50 Systemen Iris-T SLM. Darüber hinaus soll womöglich auch das Heer im Rahmen des Vorhabens „Nah- und Nächstbereichsschutz“ eine zweistellige Anzahl dieser Luftverteidigungssysteme erhalten, hartpunkt berichtete.
Lars Hoffmann


















