Elbit liefert abstandsaktive Hard-Kill-Schutzsysteme Iron Fist für US-Schützenpanzer

Waldemar Geiger

Anzeige

Nach Angaben des israelischen Rüstungskonzerns Elbit Systems ist das Unternehmen mit der Lieferung weiterer abstandsaktiver Schutzsysteme des Typs Iron Fist zur Kampfwertsteigerung von Bradley-Schützenpanzern der U.S. Army beauftragt worden. Wie Elbit in einer Mitteilung schreibt, werden weitere Iron-Fist-Schutzsysteme im Wert von 228 Millionen US-Dollar an den US-Konzern General Dynamics Ordnance and Tactical Systems (GD-OTS) geliefert, welcher diese offenbar in die Schützenpanzer integriert und diese somit auf den Rüststand Bradley M2A4E1 kampfwertsteigert. Elbits Angaben zufolge sollen die Systeme in den nächsten drei Jahren ausgeliefert werden. Bereits im November 2024 wurde Elbit mit einer Iron-Fist-Lieferung im Wert von 127 Millionen US-Dollar beauftragt, nachdem das Unternehmen bereits im Mai 2024 einen anfänglichen Vertrag für die Lieferungen von Systemen im Wert von 37 Millionen US-Dollar erhalten hatte, hartpunkt berichtete.

Die U.S. Army hat die M2A4E1-Variante des Bradley-Schützenpanzers erst Ende April 2024 vorgestellt und im Rahmen der Vorstellung bekanntgegeben, dass das Fahrzeug über unterschiedliche Modifikationen verfügen wird. „Der M2A4E1 ist die modernste und am besten geschützte Version des Bradley, da er mit einem aktiven Schutzsystem (Iron Fist), einem verbesserten, hochauflösenden Wärmebildgerät für den Richtschützen und einem Umweltkontrollsystem zur Vermeidung von Hitzeschäden beim Absitzen ausgestattet ist“, so die U.S. Army auf dem PEO Ground Combat Systems Facebook-Auftritt, welches für die Weiterentwicklung der Systeme zuständig ist. Dem Beitrag zufolge wird die Army genügend Budget erhalten, um jeden an die Ukraine abgegebenen Bradley-Schützenpanzer mit einem neuen M2A4E-System ersetzen zu können.

Anzeige

Bei Iron Fist handelt es sich Elbit zufolge um ein fortschrittliches abstandsaktives Hard-Kill-Schutzsystem mit einem 360-Grad-Wirkradius, welches sich durch „hohe Leistung bei geringem Volumen, Gewicht und Energiebedarf“ auszeichnet.

Anzeige

Das System bietet Herstellerangaben zufolge gepanzerten Plattformen sowohl in offenem Gelände als auch in komplexen städtischen Umgebungen Schutz vor einer Vielzahl von Bedrohungen wie Panzerabwehrraketen, Panzerabwehrlenkflugkörpern sowie Drohnen- und Loitering-Munition.

Für die Detektion nutzt das Schutzsystem zwei Sensoren, mit denen die Umgebung permanent auf anfliegende Bedrohungen abgetastet wird. Radar und passive Infrarot-Sensoren gewährleisten Elbit zufolge eine Rundum-Aufklärung. Anfliegende Geschossköpfe werden in Bruchteilen einer Sekunde erfasst, der Werfer mit der Abwehrladung entsprechend ausgerichtet und die Flugbahn des Effektors zur Abwehr berechnet. Ist dies erfolgt, wird die Abwehrladung abgefeuert und setzt neben der Bedrohung um, welche mittels der Splitterwirkung oder der Druckwelle unschädlich gemacht oder zumindest entscheidend ablenkt wird, so dass die Panzerung nicht mehr durchschlagen werden kann.

Waldemar Geiger