TKMS präsentiert starke Finanzkennzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr

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Der Marineschiffbauer TKMS hat nach der Abspaltung von der thyssenkrupp AG, dem erfolgreichen Börsenstart und der Ankündigung des Einzugs in den MDAX für das am 30. September abgelaufende Geschäftshahr heute positive Finanzkennzahlen präsentiert.

So wurde der Auftragseingang in Höhe von rund 8,8 Milliarden Euro dem Unternehmen zufolge im Vergleich zum Vorjahr versechsfacht. Der Auftragsbestand lag zum Stichtag 30. September 2025 mit etwa 18,2 Milliarden Euro weiterhin auf Rekordniveau – ein Anstieg von 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch der Umsatz wurde merklich auf 2,2 Milliarden Euro um 9 Prozent gesteigert. Der Umsatz im Segment Submarines stieg um 17,1 Prozent auf 1.142 Millionen Euro (Vorjahr: 976 Millionen Euro). Ausschlaggebend hierfür war laut TKMS im Wesentlichen der Fortschritt im Neubaugeschäft bei drei großen Projekten.

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Der Free Cash Flow verdoppelte sich laut Unternehmen auf 784 Millionen Euro. Der starke Zuwachs des Free Cash Flows sei auf höhere Vorauszahlungen von Kunden durch neu initiierte Großprojekte zurückzuführen, schreibt TKMS.Unter dem Strich weist TKMS für das Geschäftsjahr 2024/2025 einen Nettogewinn von 108 Millionen Euro (Vorjahr: 88 Millionen Euro) aus.

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Die Forschungs- und Entwicklungskosten, die sich hauptsächlich auf die Bereiche unbemannte Systeme, Brennstoffzellentechnologie und die Bergung von Munition unter Wasser beziehen, stiegen den Angaben zufolge um 14,7 Prozent, auf 55 Millionen Euro (Vorjahr: 48 Millionen Euor) und weisen somit analog zum Vorjahr ein konstantes Niveau im  Verhältnis zu den Umsatzerlösen von 2,5 Prozent  auf (Vorjahr: 2,4 Prozent).

Oliver Burkhard, CEO von TKMS, wird mit den Worten zitiert: „Die Kennzahlen unterstreichen die gestärkte Marktposition und Leistungsfähigkeit von TKMS und bilden eine solide Basis für weiteres Wachstum. Wir haben einen Auftragsbestand auf Rekordniveau, auch unser Umsatz sowie unsere Profitabilität sind deutlich gewachsen. Mit Investitionen in den Ausbau unserer Produktionskapazitäten in Wismar und in wichtige Zukunftstechnologien sind wir dabei unsere Führungsrolle im europäischen Verteidigungssektor weiter zu festigen.“

Wie er heute in einer Telefonkonferenz ausführte, prüft sein Unternehmen gegenwärtig die Übernahme der Werft German Naval Yards im Rahmen einer Konsolidierung.  Man werde herausfinden, ob sich eine solche Transaktion für TKMS lohne, so Burkhard. Ein Kauf sei jedoch kein „Muss“, da gegenwärtig genügend Baukapazitäten zur Verfügung stünden, betonte der Manager. Dem Vernehmen nach gibt es jedoch noch weitere Interessenten an German Naval Yards für eine Konsolidierung oder eine vertiefte Zusammenarbeit.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/2025 konnte TKMS wichtige Aufträge verbuchen: Im deutsch-norwegischen 212CD-Programm erhielt der Konzern einen der größten Aufträge seiner Geschichte – den Bau von vier U-Booten für die Deutsche Marine. Zudem wurde ein Modernisierungsauftrag für sechs U-Boote des Typs 212A von der Deutschen Marine an TKMS vergeben. Erst Ende vergangener Woche hat die norwegische Regierung dem Parlament in Oslo den Vorschlag unterbreitet, zwei weitere Boote des Typs 212CD zu bestellen. Damit würde sich die Zahl, der an Norwegen zu liefernden Boote auf sechs erhöhen. Des Weiteren beauftragte ein Exportkunde den Bau von zwei zusätzlichen U-Booten des Typs 218SG. Laut TKMS hat das Unternehmen mittlerweile 26 U-Boote für sechs Marinen in den Auftragsbüchern.

Im Überwasserbereich ergänzte der Zuschlag für den Forschungseisbrecher „Polarstern“ das Auftragsportfolio um einen bedeutenden Neubauauftrag. In Itajaí, Brasilien, absolvierte die erste Fregatte der Tamandaré-Klasse erfolgreich ihre Seeerprobungen. Parallel wurde in Wismar mit der Modernisierung des Werftstandortes zum Bau von U-Booten und Überwasserschiffen begonnen. Hierfür sieht der TKMS-Konzern Investitionen von über 200 Millionen Euro vor. Bei Vollauslastung sollen in Wismar perspektivisch bis zu 1.500 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Im August wurde TKMS als einer von nur noch zwei verbliebenen Bewerbern für die kanadische Ausschreibung zur Beschaffung von bis zu zwölf U-Booten ausgewählt. Hier befindet sich das Unternehmen im Wettbewerb mit Hanwha aus Südkorea. Dem Vernehmen nach bietet Südkorea umfangreiche Offset-Leistungen zur Unterstützung des eigenen Angebotes, darunter den Bau einer Automobilfabrik.

In Indien wurde TKMS zudem gemeinsam mit seinem lokalen Partner aufgefordert, offiziell Verhandlungen über einen Auftrag für sechs U-Boote aufzunehmen. Mit der MEKO A-200 bietet TKMS der Deutschen Marine eine schnell verfügbare Fregatte als Alternative zur F126 an, die schon nach heutigem Stand mit jahrelanger Verzögerung geliefert wird – wenn überhaupt.
lah