Der israelische Hersteller Smartshooter wird auf der nächsten Woche in London stattfindenden Rüstungsmesse DSEI erstmals eine Kombination aus schwerem Maschinengewehr und SMASH-3000-Feuerleitvisier präsentieren. Mit dieser Lösung können Drohnen auf Entfernungen von bis zu 400 Metern zielsicher bekämpft werden.
Wie das Unternehmen in einer heutigen Mitteilung schreibt, folgt die Vorstellung auf die erfolgreiche Teilnahme von Smartshooter am Projekt VANAHEIM/FLYTRAP, einer britisch-amerikanischen Zusammenarbeit zur Beschleunigung der Einführung fortschrittlicher Technologien zur Abwehr kleiner unbemannter Flugsysteme (C-sUAS) in der querschnittlichen Truppe, die praktische, feldbasierte und realistische Einsatzszenarien zur Bewertung der kinetischen Abfangfähigkeit bieten.
Während der letzten VANAHEIM-Testphase wurden nach Angaben des Herstellers SMASH-Feuerleitsysteme in handgeführten, fahrzeugmontierten und ferngesteuerten Konfigurationen eingesetzt. Neben der erstmaligen Nutzung des SMASH 3000 auf einem schweren Maschinengewehr im Kaliber .50 wurde auch die ferngesteuerte, leichte Waffenstation SMASH HOPPER, die auf einem Aufklärungsfahrzeug montiert war, eingesetzt. Mit den Smartshooter-Lösungen konnten UAS-Ziele in Entfernungen von bis zu 400 Metern erfolgreich bekämpft werden, schreibt das Unternehmen.
„Die SMASH-Systeme wurden außerdem hinsichtlich ihrer integrierten Netzwerkkonnektivität bewertet. SMASH ist vollständig kompatibel mit Android Tactical Assault Kit (ATAK) und demonstrierte die nahtlose Integration von SMASH 3000 über ein ATAK-Plugin in ein Battle Management System (BMS), wodurch die Übertragung von Zieldaten vom BMS an SMASH 3000 ermöglicht und dem Schützen einfache, aber leistungsstarke Situationsbewusstseinsfunktionen für koordinierte Zielbekämpfung zur Verfügung gestellt wurden“, heißt es in der Mitteilung weiter.
Bei der SMASH-Feuerleitvisier-Familie handelt es sich um eine Handwaffenoptronik, die mit Hilfe von Computer Vision, Künstlicher Intelligenz und fortschrittlichen Tracking-Algorithmen können Soldaten Luft- und Bodenziele sehr genau erkennen, verfolgen und präzise bekämpfen.
Durch eine integrierte Positionsstabilisierung kann das etwa 740 g schwere SMASH 3000 erfolgreich sowohl gegen statische, als auch dynamische Ziele eingesetzt werden. Zudem ist das Feuerleitvisier mit Vergrößerungsnachsatzoptiken (Booster) sowie Nachtsichtvorsatzgeräten kombinierbar, was den Einsatzwert der Optronik im klassischen infanteristischen Feuerkampf steigert. Wie hartpunkt berichtete, wurden die SMASH-3000-Systeme jüngst unter anderem durch die U.S. Army und das U.S. Marine Corps als Mittel zur Weiterentwicklung der infanteristischen Drohnenabwehrfähigkeit beschafft.
Waldemar Geiger

















