Wiederinstandgesetzte Kampfpanzer Leopard 2 gehen wieder zurück in die Ukraine

Waldemar Geiger

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Die ukrainischen Streitkräfte haben seit 2023 insgesamt mehr als 100 Kampfpanzer des Typs Leopard 2 in den älteren Varianten A4 bis A6 aus den Beständen westlicher Streitkräfte – darunter auch der Bundeswehr – sowie der Industrie erhalten. Bei den meisten der Systeme handelt es sich um die Variante A4, die im Großen und Ganzen dem technologischen Stand der 1980er Jahre entspricht.

Der Einsatz der Leopard 2 war beginnend ab der Sommeroffensive 2023 in größerem Maßstab zu beobachten, dabei sind im Rahmen der Gefechte zahlreiche Systeme durch die russischen Streitkräfte beschädigt, zerstört oder erbeutet worden. Nach Angaben der Open-Source-Intelligence-Plattform Oryx kann mit Stand vom 27. August 2026 der Verlust von insgesamt 52 Leopard 2 visuell bestätigt werden. Zudem wurden Oryx zufolge mindestens 17 weitere Kampfpanzer des Typs Leopard 2 im Gefecht beschädigt und aufgegeben sowie drei Systeme beschädigt und erbeutet. Wenigstens 15 Leopard 2 wurden beschädigt, jedoch nicht zerstört oder erbeutet.

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Darüber hinaus dürften mehrere Systeme durch den typischen Nutzungsverschleiß ausgefallen sein. Aktuell ist daher nicht bekannt, über wie viele einsatzfähige Leopard-2-Kampfpanzer die Ukraine verfügt. Einem heutigen Beitrag der Lithuania Defense Services (LDS) auf der Plattform LinkedIn zufolge werden die ukrainischen Streitkräfte in Kürze mehrere wiederinstandgesetzte Leopard 2 erhalten. Die Lithuania Defense Services ist ein im Juni 2022 in Litauen gegründetes Joint Venture zwischen Rheinmetall und KNDS Deutschland, das ursprünglich Gefechtsfahrzeuge der litauischen sowie weiterer im Baltikum stationierter NATO-Streitkräfte logistisch betreuen sollte, wie hartpunkt berichtete. Zudem setzt das Unternehmen im Gefecht beschädigte Kampfpanzer Leopard 2 der ukrainischen Streitkräfte in Stand.

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Wie aus dem LDS-LinkedIn-Beitrag hervorgeht, betonte die ukrainische Botschafterin Olha Nikitchenko im Rahmen der Übergabe die hohe Bedeutung der Rückführung der Kampfpanzer in die Ukraine. Sie wird mit den Worten zitiert: „Es ist uns sehr wichtig, dass die Panzer so schnell wie möglich wieder auf das Gefechtsfeld zurückkehren, denn trotz des Zeitalters der Drohnen bleibt diese gepanzerte Ausrüstung besonders wichtig und notwendig, wenn es darum geht, besetzte Gebiete in Operationen zurückzuerobern, an denen eben diese Drohnen beteiligt sind.“ Zudem bedankte sich die Botschafterin bei der Bundesrepublik Deutschland für die Finanzierung der Instandsetzungsmaßnahmen sowie bei dem litauischen Verteidigungsministerium und den litauischen Streitkräften für ihre logistische Unterstützung.

Die Anzahl der aus der Instandsetzung zurücklaufenden Leopard-Systeme geht aus dem Beitrag nicht hervor. Auf den geteilten Bildern sind jedoch mindestens zwei wiederinstandgesetzte Kampfpanzer erkennbar.

Waldemar Geiger