Der Münchener Panzerbauer KNDS Deutschland hat jüngst den letzten der von Ungarn bestellten 44 Kampfpanzer des Typs Leopard 2 A7HU an das ungarische Heer übergeben. Wie aus einer Mitteilung des Panzerbauers hervorgeht, wurde die Übergabe durch das ungarische Heer mit einer Parade in der Kaserne der 1. Panzerbrigade der ungarischen Streitkräfte in Tata gefeiert.
Die ungarischen Streitkräfte hatten im Dezember 2018 insgesamt 44 fabrikneue Kampfpanzer des Typs Leopard 2 A7HU bei KNDS Deutschland (damals KMW) bestellt, die bis Ende 2025 der Truppe zulaufen sollten. Bei den Leopard 2 A7HU handelt es sich um eine auf die Bedürfnisse der ungarischen Streitkräfte abgestimmte Variante des Leopard 2 A7+. Die Systeme verfügen über die leistungsgesteigerte 120mm/L55A1-Bordkanone sowie gegenüber der Standard-A7-Variante Verbesserungen des Schutzes, der elektronischen Architektur und der Mobilität.
Neben den Kampfpanzern wurden auch 24 Panzerhaubitzen PzH 2000, drei LEGUAN- Brückenlegesysteme und fünf WiSENT-Bergepanzer, ein Simulationszentrum sowie ein umfassendes Ausbildungs- und Logistikpaket bestellt. Alle Fahrzeuge sind der heutigen KNDS-Mitteilung zufolge fristgerecht ausgeliefert worden.
Darüber hinaus hat Ungarn von KNDS Deutschland zwölf umgerüstete Kampfpanzer Leopard 2 A4HU erhalten, die im ungarischen Heer zu Ausbildungszwecken genutzt werden. Die ersten Leopard A4HU wurden Ende Juli 2020 an das ungarische Heer übergeben. Mit den deutschen Waffensystemen wurde das im letzten Jahrzehnt immer noch in Verwendung befindliches Gerät aus russischer Produktion ersetzt. Bekundete Absicht Ungarns war es, mit der Beschaffung von Kampffahrzeugen nach europäischen Standards einen Schritt zur Verbesserung der Interoperabilität mit europäischen Streitkräften zu gehen.
Waldemar Geiger
















