Was die Welt bald über Chinas extragroße Unterwasserdrohnen erfahren wird

H.I. Sutton

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Mit der Expansion seiner Marine gelingt es der Volksbefreiungsarmee immer wieder, Beobachter zu überraschen. Bisher waren die Entwicklungen im Bereich der Unterwasserdrohnen weniger sichtbar. Das wird sich jedoch mit der bevorstehenden Militärparade im September in Peking ändern. Dort werden zwei neue extragroße Drohnen-U-Boote (XLUUVs) präsentiert.

China wird am 3. September mit einer großen Militärparade in Peking den 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Chinesisch-Japanischen Krieges begehen. Eine ähnlich große Parade fand 2015 zum 70. Jahrestag statt. Das chinesische Verteidigungsministerium hat bereits angekündigt, dass bei der Parade „verbesserte Waffen und Ausrüstung“ gezeigt werden sollen. Nun haben Bilder von Proben, die in den chinesischen sozialen Medien geteilt wurden, gezeigt, dass mindestens zwei Typen von extragroßen unbemannten Unterwasserfahrzeugen (XLUUVs) zu den neuen Systemen gehören werden.

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Die hartpunkt-Partnerseite Naval News verfolgt die Fortschritte des ehrgeizigen XLUUV-Programms Chinas seit 2022, und bereits über mehrere Typen chinesischer Unterwasserdrohnen berichtet. Diese beiden nun gezeigten Systeme sind jedoch neu und werden zum ersten Mal öffentlich zu sehen sein. Vermutlich handelt es sich dabei um die Gewinner des umfangreichen chinesischen Erprobungsprogramms.

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Groß angelegte Entwicklungsprojekte

Die neuen XLUUVs sind etwa 18 bis 20 Meter lang und haben im Allgemeinen die Form eines Torpedos mit Pumpjet-Antrieb. Damit ähneln sie in Größe und Form dem russischen Poseidon-Torpedo, der nuklear bewaffnet ist und über einen Atomantrieb verfügt. Es wäre jedoch verfrüht, diese beiden Typen zum jetzigen Zeitpunkt miteinander in Verbindung zu bringen.

Zwar gab es in chinesischen Medien und akademischen Kreisen Kommentare zum Atomantrieb für torpedoähnliche Waffen, doch entsprechen diese XLUUVs eher den Typen, die bereits in China getestet wurden. Die chinesische Marine (PLAN) verfügt über das größte XLUUV-Programm aller Nationen mit mindestens fünf Typen, die seit mehreren Jahren im Einsatz sind.

Es ist nahezu gesichert, dass die in China getesteten XLUUVs nicht atomgetrieben sind. Es bleibt zwar abzuwarten, ob eines dieser XLUUVs mit den Gerüchten über Atomantrieb in Verbindung steht, doch scheint dies zum jetzigen Zeitpunkt eher unwahrscheinlich. Stattdessen spiegeln sie den Fortschritt bei der Operationalisierung der umfassenderen XLUUV-Bemühungen wider.

Nach Einschätzung des Autors handelt es sich bei diesen XLUUVs wahrscheinlich um Modelle, die zuvor in Satellitenbildern zu sehen waren.

AJX002 Unterwasserdrohne

Einer der Unterwasserdrohnentypen trägt die Aufschrift „AJX002” in großen weißen Buchstaben auf der Seite. Es ist typisch für chinesische Waffensysteme, dass ihre Bezeichnung für Paraden in lateinischen Buchstaben auf die Seite gemalt wird. Zahlreiche Flugkörper und andere Waffensysteme wurden auf diese Weise enthüllt, und Analysten haben gelernt, sich auf diese Ereignisse zu verlassen. Daher ist „AJX002“ wahrscheinlich eine zuverlässige Bezeichnung. Was genau „AJX“ bedeutet, ist zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels jedoch unklar.

Anhand des Schwerlasttransporters, der zum Schleppen der neuen Unterwasserfahrzeuge verwendet wird, lässt sich deren Größe abschätzen. Die AJX002 ist etwa 18 bis 20 Meter lang und hat einen Durchmesser von 1 bis 1,5 Metern. Die Drohne verfügt über vier Hebeösen entlang des Rumpfes, was darauf hindeutet, dass sie normalerweise mit einem Kran ins Wasser gelassen wird. Dies steht im Einklang mit den XLUUVs, die bei Versuchen in den Marinestützpunkten Sanya und Yulin im Südchinesischen Meer sowie in der Nähe von Dalian im Gelben Meer beobachtet wurden. Zwei dicht beieinander liegende Ösen mittschiffs deuten ebenfalls darauf hin, dass das Schiff für den Transport in zwei Teile zerlegt werden kann.

Ein noch größeres Modell wird ebenfalls vorgeführt werden

Bei der Parade-Probe wurden mindestens sechs XLUUVs gesichtet, vier vom Typ AJX002 und zwei von einem etwas größeren Modell.

Dieses zweite Design war unter einer Plane versteckt, sodass seine Bezeichnung und andere Details bis dato nicht zu erkennen waren. Dennoch lässt sich feststellen, dass es etwa die gleiche Länge wie das Modell AJX002 hat, aber einen etwa doppelt so großen Durchmesser. Die zweite Drohne verfügt über mindestens zwei Masten in der Nähe des Hecks und einen ähnlichen Pumpjet. Sie unterscheidet sich deutlich vom Modell AJX002, da es über X-förmige Ruder anstelle der herkömmlichen kreuzförmigen Anordnung verfügt.

Wie genau das zweite XLUUV aussieht, wird die Welt vermutlich erst am 3. September erfahren. Möglicherweise werden neue Erkenntnisse gewonnen, aber die allgemeine Botschaft scheint bereits klar zu sein. China investiert in XLUUVs in einem Umfang, der unter anderen Marinen seinesgleichen sucht, und ist nun endlich bereit, dies der Welt zu offenbaren.

Autor: H.I. Sutton. Der Beitrag erschien erstmalig am 16.08.2025 in englischer Sprache auf der hartpunkt-Partnerseite Naval News.