Raketenartillerie – Lockheed Martin testet kostengünstige Übungsrakete JR3

Waldemar Geiger

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Lockheed Martin hat erfolgreich seinen neuen Prototyp der „Joint Reduced Range Rocket“ (JR3)-Lösung vorgestellt, die aus einem wiederverwendbaren Raketen-Start-Pod und kostengünstigen Übungsraketen besteht, und die derzeit in der U.S. Army sowie verbündeten Streitkräften genutzte „Low-Cost Reduced Range Practice Rocket“ ersetzen soll. Wie der US-Konzern in einer gestern veröffentlichten Mitteilung schreibt, wurde die Übungsrakete jüngst erstmals im Rahmen einer Flugdemonstration auf der White Sands Missile Range erfolgreich verschossen. Dabei sei die Wiederverwendbarkeit der JR3 demonstriert worden.

Wie es weiter heißt, lud das Testteam nach dem Abschuss der Rakete eine neue Rakete in dasselbe Startrohr, was die Möglichkeit demonstriere, dasselbe Raketenrohr und Pod im Einsatz wiederverwenden zu können. Diese Weiterentwicklung ermögliche mehr Trainingsraketen pro Pod und spart Zeit und Ressourcen, so das Unternehmen.

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„Unser neuer Prototyp einer Übungsrakete bietet eine skalierbare, kostengünstige Lösung, die auf ausgereifter Raketenmotortechnologie basiert“, wird Dave Griser, Vice President of Precision Fires Rockets bei Lockheed Martin Missiles and Fire Control, in der Mitteilung zitiert. Mit einer Kapazität von mehr als 20 Raketen pro Pod erfülle sie die Forderungen der Army nach einem höheren Trainingsvolumen bei niedrigeren Kosten, ohne dabei Abstriche bei der Leistung zu machen, erklärte der Lockheed-Martin-Manager weiter.

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Die JR3-Rakete ist für den Verschuss mit den Raketenartilleriesystemen HIMARS- und MLRS M270 konzipiert, und soll der Truppe auch auf kleinen Übungsplätzen realistische Trainingsbedingungen ermöglichen.

Lockheed Martin sieht die JR3 eigenen Angaben nach nicht nur als eine kostengünstige Lösung für Ausbildung und Übung. Nach Ansicht des Unternehmens lässt sich die Technologie auch auf zukünftige Weiterentwicklungen wie die Direct Support Fires Technology (DSFT) übertragen – ein Vorhaben der U.S. Army, das sich auf die Entwicklung kostengünstiger, massenproduzierbarer Raketen konzentriert, die mit den Raketenartilleriesystemen HIMARS und M270 kompatibel sind.

Waldemar Geiger