Der US-Flugzeug- und Rüstungskonzern Boeing und das US-Kriegsministerium (DOW) haben sich im Rahmen eines Siebenjahres-Rahmenvertrages darauf geeinigt, die Produktion von PAC-3-Suchköpfen zu verdreifachen und so den weltweiten Bedarf an Luftverteidigung- und Raketenabwehr zu decken. Diese Maßnahme sei ein Eckpfeiler des „Arsenal of Freedom“, einer nationalen Initiative zur Stärkung der industriellen Verteidigungsbasis, schreibt Boeing in einer Mitteilung.
Von Boeing gebaute Suchköpfe ermöglichen es den PAC-3-Abfangraketen von Lockheed Martin den Angaben zufolge, hochentwickelte Bedrohungen zu identifizieren, zu verfolgen und zu bekämpfen – von feindlichen Flugzeugen und Hyperschallwaffen bis hin zu ballistischen Raketen und Marschflugkörpern. Die Rahmenvereinbarung ermögliche eine massive Steigerung der Liefermengen an Suchköpfen.
Bereits Anfang Januar hatte Lockheed Martin eine Rahmenvereinbarung mit dem US-Kriegsministerium unterzeichnet, um die Produktion und Auslieferung von Boden-Luft-Flugkörper des Typs PAC-3 Missile Segment Enhancement (MSE) zu beschleunigen. Wie das Unternehmen seinerzeit schrieb, soll im Rahmen der Partnerschaft die jährliche Produktionskapazität im Rahmen einer siebenjährigen Vereinbarung von etwa 600 auf 2.000 Stück erhöht und damit die US-Streitkräfte, Verbündete und Partnerländer unterstützt werden
Boeing hat nach eigenen Angaben seit 2024 mehr als 200 Millionen US-Dollar in den Ausbau der Produktionskapazitäten für PAC-3-Suchköpfe in Huntsville, Alabama, investiert, einschließlich einer Erweiterung der Anlage um 35.000 Quadratfuß. Die neue Rahmenvereinbarung ebne den Weg für weitere, cash-neutrale Investitionen von Boeing entlang der gesamten Produktionskette und schaffe damit die nötige Sicherheit, um die wachsende Nachfrage zu decken.
Im Rahmen der Vereinbarung werden Boeing, das DOW und Lockheed Martin, der Hauptauftragnehmer für die PAC-3 MSE, unverzüglich mit dem Produktionshochlauf beginnen und noch in diesem Jahr Verhandlungen über die Vergabe eines Mehrjahresvertrags führen, wie Boeing weiter ausführt.
„Diese Vereinbarung ebnet uns den Weg für eine rasche Skalierung, um immer ausgefeiltere Suchköpfe zu liefern“, so Bob Ciesla, Vice President bei Boeing Precision Engagement Systems. „Im Jahr 2025 haben wir unsere Lieferungen um über 30 Prozent gesteigert, und wir freuen uns über die Gelegenheit, unsere hochqualifizierte Belegschaft und unsere Präsenz in Huntsville auszubauen, da wir nun die Produktion verdreifachen.“
Lars Hoffmann















