Polnische Marine will drei U-Boote in Schweden kaufen

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Die polnische Marine wird im Rahmen des ORKA-Programms drei U-Boote in Schweden beschaffen. Das kündigte der stellvertretende Ministerpräsident und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz gestern bei einer Pressekonferenz in Warschau an.

Wie der Minister weiter ausführte, soll womöglich noch im laufenden Jahr ein Vertrag zwischen der Regierung der Republik Polen und der Regierung des Königreichs Schweden abgeschlossen werden. Schweden habe das beste Angebot vorgelegt, sagte der Minister. In der Analyse seien Kriterien wie Lieferzeit, Preis, aber auch die Einsatzfähigkeit, insbesondere im Ostseeraum, eingeflossen.

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Nach Angaben des schwedischen Rüstungskonzerns Saab hat das schwedische Angebot die Lieferung von U-Booen des Typs A26 zum Inhalt. Die Offerte umfasse überdies die Kooperation mit der polnischen Industrie und den Wissenstransfer, um eine strategische Partnerschaft zwischen Polen und Schweden zu sichern. Man freue sich auf die Verhandlungen mit der polnischen Beschaffungsbehörde, sagte Saab-CEO Michael Johansson laut Mitteilung. Saab und die Swedish Defence Materiel Administration (FMV) werden laut Mitteilung nun die nächsten Beschaffungsschritte mit den polnischen Behörden angehen.  

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Einer der Bieter für das polnische Vorhaben war auch Deutschland mit dem U-Boot der Klasse 212 CD, das von TKMS gebaut werden soll. Offensichtlich konnte sich dieser Vorschlag jedoch nicht durchsetzen. Dazu teilt der deutsche Marineschiffbauer mit: „TKMS hat in 2023 im Rahmen einer Marktsichtung grundsätzliche Informationen zum ORKA-Projekt in Polen zur Verfügung gestellt. Seit diesem Zeitpunkt gab es keinen weiteren industriellen Dialog. Dieser fand ausschließlich auf der Ebene der nationalen Regierungen statt. Eine offizielle Angebotslegung hat von Seiten TKMS nicht stattgefunden. Die Entscheidung der polnischen Regierung hat damit keine wirtschaftlichen Auswirkungen auf TKMS.“

Wie der polnische Verteidigungsminister betonte, beinhaltet der Vertrag nicht nur neue Ausrüstung für die Streitkräfte, sondern berücksichtigt auch Fähigkeiten für die polnische Wirtschaft und die polnische Rüstungsindustrie. Es sei geplant auch die schwedische Infrastruktur für den Betrieb von U-Booten zu nutzen. Auch seien gemeinsame Übungen und gemeinsame Qualifizierungsmaßnahmen geplant.

Laut dem Fachportal Naval News werden gegenwärtig zwei A26 der Blekinge-Klasse bei Saab Kockums gebaut. Mitte Oktober sei darüber informiert worden, das Saab in den Jahren 2031 und 2033 die Boote nach einer Neuverhandlung mit der FMV liefern soll.

Bei der Blekinge-Klasse handele es sich um ein 65 m langes modernes U-Boot mit einer Verdrängung von 2.000 Tonnen über Wasser. Ausgestattet mit einem Stirling-AIP-Antrieb könne es mehr als 18 Tage unter Wasser bleiben. Die Standardbesatzung besteht aus 26 Seeleuten.
lah