Das litauische Verteidigungsministerium hat den Münchener Panzerbauer KNDS Deutschland mit der Herstellung und Lieferung von zwölf Brückenlegepanzern Leguan beauftragt. Wie aus einer heutigen Mitteilung des Unternehmens hervorgeht, beläuft sich die Vertragssumme auf rund 210 Millionen Euro.
KNDS Deutschland schreibt zudem, dass jeder Brückenlegepanzer mit je zwei 14m und einer 26m Brücke vom Typ Leguan ausgeliefert wird. Zudem beinhaltet der Vertrag auch ein ILS-Paket (Integrated Logistic Support), das unter anderem die Ausbildung, Spezialwerkzeuge und Ersatzteile umfasst, und so die Einsatzbereitschaft der Brückenlegepanzer sicherstellen soll. Wie KNDS Deutschland auf Nachfrage von hartpunkt bestätigte, handelt es sich bei den zwölf verwendeten Leopard-2-Chassis um Neubauten.
Die 14m und 26m Brücken entsprechen KNDS Deutschland zufolge dem höchsten Anforderungsprofil an eine MLC 80 Tragfähigkeit und bieten weiteres Aufwuchspotenzial. Bei Tag und Nacht kann die Brücke unter Panzerschutz automatisiert verlegt und aufgenommen werden. Das Leguan-Brückensystem ist in der Lage, eine Brücke von 26 Metern Länge oder zwei Brücken von 14 Metern Länge zu verlegen. Zudem ist eine überlappende Verlegung möglich, damit so größere Hindernisbreiten überwunden werden können.
Nach Angaben des Herstellers verfügt der Brückenlegepanzer Leguan Leopard 2 über die gleiche Mobilität wie der Kampfpanzer und zudem über ein Höchstmaß logistischer Gleichheit. Litauen hat im Dezember 2024 insgesamt 44 Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 A8 bestellt, die für die Aufstellung eines Panzerbataillons als Kern einer Panzerbrigade benötigt werden.
Das Brückensystem Leguan wurde ursprünglich von einer Tochter des damals unter dem Namen Kauss-Maffei Wegmann firmierenden Unternehmens entwickelt. Leguan-Brückenlegersysteme sind seither bereits bei 22 Armeen auf verschiedenen ketten- und radbasierten Plattformen im Einsatz oder in der Beschaffung. Auch die Bundeswehr hat den Brückenlegepanzer Leguan eingeführt.
Waldemar Geiger














