Kongsberg will White Spike auf ACSV-Plattform von FFG integrieren

Waldemar Geiger

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Der norwegische Rüstungskonzern Kongsberg entwickelt eigenen Angaben zufolge unterschiedliche Konzeptvarianten für die Integration des Flugkörpers „White Spike“ auf der gepanzerten Kettenplattform ACSV des norddeutschen Panzerbauers FFG Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft mbH. Mit der Integration des White Spike (2×6-Containeranordnung) auf den ACSV soll das auf der Kettenplattform basierende Flugabwehrsystem NOMADS (NatiOnal Maneuver Air Defence System), das Norwegen und die Niederlande beschafft haben, um eine weitere, kostengünstigere Bewaffnungsoption ergänzt werden. Aktuelle Bewaffnungskonfigurationen für das NOMADS-Waffensystem sind Flugkörper des Typs IRIS-T SLS (Norwegen) bzw. AIM-9X Sidewinder (Niederlande).

Der White Spike ist ein kosteneffizienter Effektor zur Bekämpfung von Drohnen der NATO-Kategorie Class 2, wie beispielsweise der russischen Angriffsdrohnen Geran-4 und Geran-5. Der Flugkörper wurde vom US-Unternehmen Zone 5 Technologies entwickelt, das vor rund einem Jahr von Kongsberg übernommen wurde. Nach Angaben des Herstellers kann er so konfiguriert werden, dass er gegen Boden- sowie Luftziele eingesetzt werden kann. Der White Spike soll über ein luftatmendes Triebwerk verfügen und Geschwindigkeiten im hohen Unterschallbereich erreichen. Die Reichweite soll Medienberichten zufolge bei etwa 50 km liegen.

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Wie Kongsberg in einer Mitteilung schreibt, befindet sich der Flugkörper in einer fortgeschrittenen Phase der Qualifizierung auf einem mobilen Startsystem. Wie es aus Unternehmenskreisen heißt, wird er aktuell in Europa einer Testkampagne unterzogen. Dabei wird der White Spike auch in die Kongsberg-Führungsarchitektur (Command and Control, C2) integriert. „In Verbindung mit NOMADS könnte White Spike direkt in eine gemeinsame Netzwerk- und Führungsarchitektur eingebunden werden. Dies würde eine vollständige Integration über Systeme und Führungsebenen hinweg ermöglichen und mobilen Kräften zuverlässigen Schutz vor Bedrohungen aus der Luft bieten“, schreibt das Unternehmen.

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Für die Integration mit NOMADS werden Herstellerangaben zufolge sowohl All-in-One-Konfigurationen als auch Varianten mit getrennten Startfahrzeugen und sensoroptimierten Fahrzeugen betrachtet.

Bei dem ACSV handelt es sich um ein gepanzertes Mehrzweckkampfunterstützungsfahrzeug mit einem Höchstgewicht von 26 Tonnen, einschließlich einer Nutzlast von 8 Tonnen. FFG hat eigenen Angaben zufolge bereits bei der Entwicklung der Plattform die zukünftige Nutzung unterschiedlicher Rüstsätze berücksichtigt. Dazu ist das Heck des Fahrzeugs mit einem „Ladebett“ für verschiedene austauschbare Missionsmodule ausgestattet, das auch mit ISO-Standardcontainern von 10 Fuß Länge kompatibel ist.

Waldemar Geiger