KNDS bietet Drohnenabwehrlösung für niederländische Fenneks an

Lars Hoffmann

Anzeige

Ein wichtiges Thema bei den am Mittwoch und Donnerstag von KNDS in München ausgerichteten Media Days 2026 war die Abwehr von Drohnen. Der deutsch-französische Rüstungskonzern erläuterte im Rahmen dieser Veranstaltung unterschiedliche Lösungen für die Ertüchtigung von bestehenden und neu eingeführten Plattformen zur Drohnenabwehr. Ein vorgeschlagener Ansatz ist die potenzielle Drohnenabwehrlösung für niederländischen Flugabwehr-Fenneks, von denen die Landmacht derzeit 18 Systeme in der Variante als Stinger-Waffenplattform in der Nutzung hat. Diese wurden im Gegensatz zum Rest der niederländischen Fennek-Flotte keiner Lebensdauerverlängerung unterzogen.

Wie es im Rahmen der Media Days 2026 hieß, hat KNDS eine Studie durchgeführt, mit der die 18 Flugabwehr-Fenneks zur Drohnenabwehr befähigt werden könnten.

Anzeige

Kernelement dieser Modifikation ist die Ausstattung des Fahrzeuges mit der von KNDS Frankreich entwickelten Waffenstation ARX 30 in der modifizierten Variante C-UAS. Ausgestattet mit der 30M781 MPG-Kanone im Kaliber 30 x 113 mm soll das stabilisierte System in Kombination mit einer zerlegefähigen Munition (Annährungszünder oder Zeitzünder) die Drohnenbekämpfung auf eine effektive Entfernung von bis zu 1.500 m auch während der Fahrt ermöglichen. Der Wirkungsbereich wird mit 360 Grad angegeben.

Anzeige

Das Sensorpaket der Waffenstation besteht aus einer Elektro-Optik sowie Radar- und RF-Sensoren zur Aufklärung und Identifikation von Drohnen und Loitering Munition. Gezeigt wurde die Waffenstation mit einer Einzelgurtzuführung. Nach Aussagen des Herstellers wäre offenbar auch eine Variante mit Doppelgurtzuführung möglich, die den selektiven Verschuss unterschiedlicher Munitionssorten ermöglichen würde.

Lars Hoffmann