Hexonia „feminisiert“ Bundeswehr-Kampfbekleidung

Waldemar Geiger

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Der im nordrhein-westfälischen Nettetal beheimatete Spezialist für Bekleidung und persönliche Ausrüstung Hexonia entwickelt im Auftrag der Bundeswehr speziell auf die Physionomie von Frauen abgestimmte Kampfanzüge.

hartpunkt berichtete bereits Ende August, dass der Entwicklungsauftrag an Hexonia gehen soll, nun bestätigte das Unternehmen im Rahmen einer Pressemitteilung offiziell, dass man von der für die Beschaffung von Bundeswehrbekleidung zuständigen BW Bekleidungsmanagement GmbH „mit der Feminisierung des Kampfanzuges im Kampfbekleidungssatz Streitkräfte (KBS SK) beauftragt“ wurde.

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Wie es in der Mitteilung heißt, soll der Auftrag die Entwicklung eines Kampfanzuges für Damen auf Basis des KBS SK umfassen, der aus der Kampfjacke kurz, der Kampfjacke lang und der Kampfhose besteht. Der feminisierte Kampfanzug soll dem Unternehmen zufolge in Kombination mit allen weiteren Artikeln des KBS SK, wie Unterwäsche, Isolationsschichten, Schuhen und Accessoires, eine gute Passform sicherstellen und ausreichend Bewegungsfreiheit ermöglichen.

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Derzeit leisten etwa 182.000 Soldatinnen und Soldaten – rund 25.000 davon sind Soldatinnen – Dienst in der Bundeswehr, von denen die Masse mit dem sogenannten Kampfbekleidungssatz Streitkräfte (KBS SK) ausgestattet sind. Der Anteil an Soldatinnen über alle Teilstreitkräfte und den Unterstützungsbereich hinweg beträgt rund 13 Prozent. Auch wenn ein Gros der Soldatinnen in Funktionen verwendet wird, bei denen der Kampfanzug nicht die primäre Bekleidung darstellt – beispielsweise viele Dienstposten im Sanitätswesen oder in der Marine –, tragen mehrere tausend Soldatinnen im täglichen Dienstbetrieb Kampfbekleidung die ursprünglich für die männliche Physiognomie entwickelt wurde. Dies soll sich zukünftig ändern. Spezielle Damenschnitte sollen die Besonderheiten der weiblichen Physiognomie – beispielsweise Körpergröße – besser berücksichtigen und so die Passform und den Tragekomfort verbessern, so dass die Funktionalität der Bekleidung bzw. die körperliche Leistungsfähigkeit nicht durch fehlende Passform negativ beeinflusst wird.

Waldemar Geiger