Frist zur Angebotsabgabe offenbar abgelaufen

Die Modernisierung von Radaren und Feuerleittechnik auf den Fregatten der Klasse 123 hat offenbar einen weiteren Meilenstein erreicht. Wie es aus gut informierten Kreisen hieß, sollen die verbliebenen Wettbewerber in der vergangenen Woche ihre Angebote abgebeben haben. Nach der Aufforderung zum Angebot im November letzten Jahres hatte es noch geheißen, dass dieses bis Februar abgeben werden sollte. Die Ausschreibung war Ende April 2019 gestartet worden.

Bei dem Vorhaben geht es um eine umfassende Modernisierung der vier Schiffe der Klasse 123. Dabei sollen unter anderem die Radaranlagen SMART-S  und  LW08 einschließlich des Videoextraktors  gegen rotierende Radare getauscht werden.

Seinerzeit hieß es in Fachkreisen, dass Thales an  der Ausschreibung teilnehmen würde. Das Unternehmen hat die wesentlichen elektronischen Komponenten der Fregatten geliefert. Als weitere potenzielle Bieter gelten daneben Saab aus Schweden sowie der italienische Konzern Leonardo. Auch der deutsche Radaranbieter Hensoldt soll Beobachtern zufolge Interesse an dem Vorhaben gezeigt haben. Beobachter gehen davon aus, dass in der vergangenen Woche Thales, Saab und Hensoldt ein Angebot abgegeben haben. Letzteres Unternehmen womöglich mit einem Partner.  Auch für TKMS ist das Vorhaben von Interesse, da das Unternehmen über die Fähigkeit verfügt, die Sensorik in das Führungs- und Waffeneinsatzsystem zu integrieren.
lah/12/5.6.2020