ESSOR: OCCAR zeichnet Beschaffungsvertrag zur Umsetzung der High Data Rate Waveform

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Das multinationale Joint Venture a4ESSOR S.A.S (Alliance for ESSOR – European Secure Software Defined Radio) zur Entwicklung von „Software Defined Radio“ (SDR)-Technologie hat einen Beschaffungsvertrag mit der europäischen Rüstungsagentur OCCAR unterzeichnet, um die Einsatzfähigkeit der „ESSOR High Data Rate Waveform“ – EHDRWF – zu gewährleisten. Wie das an dem Projekt beteiligte Unternehmen Rohde & Schwarz in einer Mitteilung ausführt, kann die Wellenform auf nationale Software-Defined-Funkgeräte portiert werden. Durch diesen Ansatz könne jedes Land sein eigenes Funkgerät verwenden und mit anderen Ländern in der taktischen Kommunikation interoperabel sein. Der Vertrag für die sogenannte ESSOR-Entwicklungsphase 4 (ES4) hat laut Mitteilung einen Wert von über 47 Millionen Euro.

Die sechs beteiligten Länder und ihre jeweiligen Branchenführer (Finnland – Bittium, Frankreich – Thales, Deutschland – Rohde & Schwarz, Italien – Leonardo, Polen – Radmor, Spanien – Indra) haben daran gearbeitet, neue Funktionen wie elektronische Schutzmaßnahmen und die Unterstützung moderner Kryptografie-Standards hinzuzufügen, was zu mehreren erfolgreichen Interoperabilitätsdemonstrationen und Qualifikationstests sowie zur Übernahme der ESSOR High Data Rate Waveform als NATO STANAG 5651 im Jahr 2023 geführt hat.

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Im Rahmen des neuen Vertrags werde a4ESSOR ein gemeinsames Missionsframework entwerfen, das auf die gemeinsame Planungsfähigkeit der Netzwerkparameter der EHDRWF abziele, schreibt Rohde & Schwarz. Nach der Implementierung in das C2-System jedes Landes werde das Missionsframework eine hohe Interoperabilität auf operativer Ebene gewährleisten und einen schnellen und präzisen Einsatz multinationaler EHDRWF-Netzwerke ermöglichen.

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a4ESSOR wird den Angaben zufolge Feldtests der EHDRWF auf verschiedenen Funksystemen durchführen, um die Reife, Leistung und Zuverlässigkeit der Wellenform in verschiedenen Szenarien zu bewerten und Feedback für zukünftige Verbesserungen der Wellenform zu liefern.

Die Feldtests umfassen auch Versuche in verschiedenen Einsatzumgebungen, Sicht-/Nicht-Sicht- und Mobilitätsszenarien sowie die Analyse der Wellenformleistung unter potenziellen Interferenzbedingungen. Darüber hinaus wird der Vertrag laut Mitteilung einen Rahmen für den ESSOR-Support während des Betriebs definieren und ein ESSOR-Labor als Referenz für die Validierung der Interoperabilität einrichten.

Lino Laganà, Präsident und Geschäftsführer von a4ESSOR, wird mit den Worten zitiert: „Der ESSOR-HDRWF-Standard ist in der Lage, eine nahtlose Kommunikation über verschiedene Funkplattformen und Nationen hinweg zu ermöglichen, was sein Potenzial zur Verbesserung der Zusammenarbeit bei Verteidigungsoperationen in ganz Europa und den NATO-Ländern bestätigt.“

Das Projekt stehe im Einklang mit den strategischen Zielen der Europäischen Union, die Verteidigungszusammenarbeit zu stärken, die Autonomie zu erhöhen und die Effizienz gemeinsamer Militäreinsätze zu verbessern.
lah