Drohnenabwehr – Deutsches Heer sieht Bedarf für eine Brückenlösung bis zur Skyranger-Einführung

Waldemar Geiger

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Da sich die Einführung des Flugabwehrkanonenpanzers Skyranger in die Truppe noch einige Jahre hinziehen wird, sucht das Deutsche Heer gut informierten Kreisen zufolge nach einer Brückenlösung, mit der insbesondere die in Litauen stationierten Panzerbrigade 45 deutlich früher mit einer adäquaten Drohnenabwehrfähigkeit ausgestattet werden kann.

Wie ein Rheinmetall-Sprecher auf Nachfrage von hartpunkt erklärte, ist die Lieferung der bislang bestellten Serien-Skyranger an die Bundeswehr für die Jahre 2027 und 2028 vorgesehen. Fachkreise gehen davon aus, dass es dann noch einige Zeit brauchen wird, bis die Fähigkeit der Truppe real zur Verfügung steht, da entsprechende Schulungen am System sowie die Übung des taktischen Vorgehens zusammen mit der Kampftruppe erst im Anschluss an die Lieferung erfolgen können.

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Wie aus Kreisen des Heeres zu vernehmen ist, wollen die Landstreitkräfte nicht so lange warten und sehen daher einen dringenden Bedarf für eine Brückenlösung, um die an der NATO-Ostflanke stationierte Truppe deutlich früher vor Drohnenbedrohungen schützen zu können. Im Fokus stehen dem Vernehmen nach Lösungen, die noch dieses Jahr zulaufen sollen.

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Wie es aus mit dem Sachverhalt vertrauten Heereskreisen heißt, konzentriert man sich bei der Brückenlösung auf einfachere Systeme, die schneller gekauft und in benötigter Quantität eingeführt werden können, bis die Flugabwehrkanonenpanzer Skyranger der Truppe zulaufen. Dem Vernehmen nach könnte es sich bei der Brückenlösung auch um einen Mix von Systemen handeln.

Der vom Rheinmetall-CEO Armin Papperger im vergangenen Jahr öffentlich gemachte Vorschlag, wonach Rheinmetall den Skyranger-Turm in einem ersten Schritt LKW-gestützt ausliefern könnte, um den Zulauf der Systeme zu beschleunigen, scheint im Heer hingegen nicht zu verfangen. Papperger hat mit dem Vorschlag insinuiert, dass der mit der Bundeswehr vereinbarte Liefertermin in Zusammenhang mit einer späteren Verfügbarkeit der Fahrmodule steht. In der Beschlussvorlage des Bundestages, mit dem der Haushaltsausschuss die Beschaffung der 19 Skyranger genehmigt hatte, war noch ein Zulauf der ersten vier Serienfahrzeuge im Jahr 2026 vorgesehen.

Rheinmetall hatte dem Vernehmen nach ursprünglich angeboten, die 19 bestellten Flugabwehrkanonenpanzer Skyranger mit der australischen Fahrmodulvariante auszuliefern, die Bundeswehr bestand jedoch auf die Variante B0. Dieses Fahrmodul, auch als Future Common Drive Module bezeichnet, soll zukünftig als Basisvariante für alle in die Bundeswehr zulaufenden Boxer – mit Ausnahme des Schweren Waffenträgers Infanterie – dienen.

Waldemar Geiger