Die Colt CZ Group SE, ein vertikal integrierter Hersteller von Schusswaffen, Munition und Sprengstoffen, und das estnische Unternehmen Frankenburg Technologies, ein Entwickler von kostengünstigen Lenkwaffensysteme, haben eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit bei der Entwicklung kostengünstiger Drohnenabwehr-Raketensysteme unterzeichnet. Wie Colt CZ schreibt, sind die Raketen für die Ukraine sowie andere europäische und NATO-Länder bestimmt.
Durch die Zusammenarbeit sollen die kostengünstigen, serienfähig herzustellenden Abfangraketensysteme von Frankenburg in die europäische Verteidigungsindustrie integriert werden. Dabei werde die Colt CZ Group als regionaler Industriepartner für Integration, Produktionskooperation, Vertrieb und Support fungieren.
Die Absichtserklärung schaffe einen Rahmen für die Zusammenarbeit in den Bereichen Drohnenabwehrtechnologien, gemeinsame Forschung und Entwicklung, Widerstandsfähigkeit der Lieferkette, regionale Produktion und Vertrieb sowie industrielle Zusammenarbeit innerhalb Europas. Die Partnerschaft konzentriert sich zudem auf die Integration und Bereitstellung der Raketensysteme von Frankenburg in europäische Verteidigungsstrukturen, einschließlich der Unterstützung der Flugabwehrbedürfnisse der Ukraine.
Die Absichtserklärung wurde während des estnisch-tschechischen Wirtschaftsforums in Tallinn unterzeichnet.
Frankenburg Technologies entwickelt kostengünstige, serienreife Raketensysteme. Das 2024 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Tallinn ist in acht europäischen Ländern tätig und konzentriert sich nach eigenen Angaben darauf, der modernen Raketenabwehr wieder zu nachhaltiger Wirtschaftlichkeit, Schnelligkeit und Souveränität zu verhelfen.
Sein Flaggschiff-Raketensystem, Mark I, ist eine kompakte, präzisionsgelenkte Rakete, die zur Abwehr niedrig fliegender unbemannter Flugsysteme entwickelt wurde. Mark I wurde aus handelsüblichen Komponenten gebaut und in nur 13 Monaten vom Konzept bis zum Live-Feuertest bereitgestellt.
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