Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat in seiner gestrigen Sitzung grünes Licht für die Beschaffung von 15 Mehrzweckkampfbooten des Typs Watercat M18 AMC für die Bundeswehr gegeben. Der Verteidigungsausschuss hat diesem Vorhaben bereits gestern Vormittag zugestimmt.
Wie gut unterrichtete Kreise gegenüber hartpunkt bestätigen, darf die Bundeswehr nun eine Rahmenvereinbarung mit dem finnischen Hersteller Marine Alutech Oy Ab schließen. Dem Vernehmen nach sollen aus dem Rahmenvorhaben zehn Boote als Festbestellung sowie fünf weitere Boote über eine unmittelbare Optionsauslösung samt zusätzlichen vereinbarten Leistungen im Gesamtwert von rund 175 Millionen Euro beschafft werden.
Ein Teil der Fertigung der Mehrzweckkampfboote sowie der Serviceleistungen wird hartpunkt vorliegenden Informationen zufolge durch die Kieler Schiffswerft Gebrüder Friedrich GmbH & Co. KG erbracht.
Die Nutzung der in den Jahren 2029 bis 2031 zulaufenden Mehrzweckkampfboote soll im Seebataillon der Deutschen Marine erfolgen und dort einen Teil des Bedarfes für solche Systeme decken und die taktische Beweglichkeit des amphibisch operierenden Verbandes in einem breiten Missionsspektrum sicherstellen. Der Einsatz der Systeme ist für amphibische, militärische Evakuierungs-, Eskort-, Patrouillen- sowie für Harbour-Protection-Operationen vorgesehen.
Beim Watercat M18 handelt es sich um ein rund 20 m langes, bewaffnungsfähiges Mehrzweckkampfboot mit einer Verdrängung von 32 t, von dem die finnischen Streitkräfte zwölf Systeme als Jehu-Klasse in Dienst gestellt haben. Die zwei 660 kW starken Dieselaggregate von Scania beschleunigen das Boot auf bis zu 45 Knoten. Die Reichweite wird mit rund 200 nautischen Meilen (370 km) angegeben. Die Bootsbesatzung der finnischen Streitkräfte besteht aus sechs Soldaten, zudem kann das Boot im Kampfraum bis zu 25 voll ausgerüstete Marineinfanteristen aufnehmen und diese unter anderem im Rahmen von Kampfanlandungen an die Küste bringen.
Waldemar Geiger

















