Rattler XR – Elbit Systems Deutschland soll Laserzielmarkierer für Joint Fire Support Teams der Bundeswehr liefern

Waldemar Geiger

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Der Haushaltsausschuss sowie der Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages haben in ihren gestrigen Sitzungen grünes Licht für den Abschluss eines Änderungsvertrags mit dem Rüstungsunternehmen Elbit Systems Deutschland gegeben, aus dem weitere Laserzielmarkierer für die Joint Fire Support Teams der Bundeswehr abgerufen werden sollen.

Wie gut unterrichtete Kreise gegenüber hartpunkt bestätigen, darf ein aus dem Jahr 2024 stammender Vertrag, aus dem bereits 66 Systeme abgerufen wurden, nun auf fast 400 Systeme im Gesamtwert von rund 85 Millionen Euro aufgestockt werden. Zudem sollen aus dem geänderten Vertrag eine mittlere zweistellige Anzahl an Laserzielmarkierern im Wert von fast zehn Millionen Euro fest abgerufen werden. Dem Vernehmen nach sollen alle bestellten Laserzielmarkierer 2027 der Bundeswehr zulaufen und die bereits in einem anderen Vorhaben von Hensoldt beschafften Ausstattungssätze „Joint Fire Support Team abgesessen“ vervollständigen.

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Laserzielmarkierer – im englischen Sprachgebrauch als Laser Target Designator bezeichnet – sind insbesondere in einer GNSS-gestörten Umgebung ein unverzichtbares Instrument. Sie ermöglichen es, mit Lasersuchköpfen ausgestattete Munitionssorten – beispielsweise das Artilleriegeschoss Vulcano oder unterschiedliche luftgestützte Raketen, Bomben und Flugkörper – mit äußerster Präzision ins Ziel zu lenken. Dabei werden die Ziele per Laser mit einem codierten Puls beleuchtet beziehungsweise markiert. Die Präzisionsmunition erkennt diese Markierung in der Endanflugphase und steuert das Ziel präzise an.

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Bei den zu liefernden Laserzielmarkierern handelt es sich um Systeme des Typs Rattler XR. Elbit Systems Deutschland hatte Anfang Januar bekannt gegeben, dass das Unternehmen im November 2024 mit der Auslieferung von Laserzielmarkierern dieses Typs an die Bundeswehr begonnen hatte, wie hartpunkt berichtete.

Nach Angaben des Herstellers verfügt der Rattler XR über eine hohe Laserleistung bei geringerer Strahldivergenz, eine integrierte Lasersichtfähigkeit (See-Spot) und einen Spillover-Alarm, der ein Verfehlen des Ziels verhindern und damit die Erreichung der Missionsziele unterstützen kann. Die effektive Laserzielmarkierungsreichweite wird seitens Elbit mit 10 km angegeben. Aufgrund seiner offenen Kommunikationsarchitektur könne der Laserzielmarkierer außerdem problemlos mit weiteren Systemen und Sensoren, wie etwa Wärmebildgeräten, interoperieren und ermögliche so eine umfassende Aufklärung und Markierung von Zielen bei Tag und Nacht.

Waldemar Geiger