Wenige Monate nach Abschluss einer Kooperationsvereinbarung haben der deutsche Rüstungskonzern Diehl Defence und der israelische Rüstungskonzern Elbit Systems die operative Leistungsfähigkeit des SkyStriker-Systems in einer Live-Demonstration in Deutschland vorgeführt.
Wie Diehl Defence in einer gestrigen Mitteilung schreibt, standen Reichweite des Systems sowie die „Hand-Over“-Funktion, die bei einer Entfernung von 80 km erfolgreich durchgeführt wurde, im Fokus der Demonstration. Dem Unternehmen zufolge demonstrierte das System dabei seine Fähigkeit, Ziele autonom zu erkennen, zu verfolgen und mit höchster Präzision zu bekämpfen.
„Während der Live-Demonstration wurde SkyStriker aus einem Kanister gestartet, um ein Ziel aufzuklären, zu verfolgen und anschließend erfolgreich zu treffen. Auch das Zusammenwirken mit der SkyLark 1 eVTOL Aufklärungsdrohne verlief reibungslos. Dies verdeutlicht die nahtlose Integration in komplexe Intelligence, Surveillance and Reconnaissance (ISR)-Unmanned Aerial Vehicle (UAV)-Netzwerke und die damit verbundenen Möglichkeiten für hochspezialisierte „Seek & Strike“-Missionen“, heißt es in der Mitteilung.
Die Kooperation zwischen Diehl Defence und Elbit Systems zielt eigenen Angaben zufolge darauf ab, den wachsenden Bedarf an hochmodernen, autonomen Systemen in Deutschland zu decken und im Fall einer Anforderung deutsche Produktionskapazitäten aufzubauen. Während Elbit Systems die strategische Markterschließung vorantreibt, übernimmt Diehl Defence die Fertigung, Montage sowie die Integration und Qualifizierung direkt in Deutschland.
Bei der SkyStriker handelt es sich nach Angaben des Herstellers um eine kostengünstige Loitering Munition der 50-kg-Klasse, die auch aus dem Raketenartilleriesystem PULS bzw. EuroPULS/MARS3 verschossen werden kann. Während der Angriffsphase kann die SkyStriker mit extrem hohen Geschwindigkeiten von bis zu 550 km/h ins Ziel stürzen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 74 km/h standhalten, wobei die Präzision nur geringfügig beeinträchtigt wird.
Die Navigation in der Flugphase sowie im Zielanflug erfolgt autonom. Das kanisterverschossene und elektrisch angetriebene System ist schnell einsetzbar und in der 5-kg-Gefechtskopfvariante in der Lage, über zwei Stunden in der Luft zu bleiben. Die Reichweite soll laut Hersteller bis zu 250 km betragen. Bei einem 10-kg-Gefechtskopf verringert sich die maximale Flugzeit auf eine Stunde, dementsprechend ist auch die Reichweite der schweren Variante reduziert.
Waldemar Geiger

















