Das auf die Erdbeobachtung mit Synthetic Aperture Radar (SAR) spezialisierte finnische Weltraumunternehmen ICEYE hat mit Arianespace ein Memorandum of Understanding (MoU) zur Prüfung von Startdienstleistungen unterschrieben. Wie ICEYE in einer Mitteilung schreibt, geht es dabei um künftige Missionen, bei denen ICEYE-Satelliten mit der europäischen Schwerlastrakete Ariane 6 gestartet werden sollen. Im Fokus stehen dabei den Angaben zufolge insbesondere europäische staatliche und institutionelle Missionen.
Im Rahmen der Absichtserklärung sprechen ICEYE und Arianespace über die Buchung von Startdienstleistungen in den kommenden Jahren, wie es weiter heißt. Das MoU unterstreiche ICEYEs fortgesetztes Engagement für das europäische Startökosystem und seine aktive Beteiligung am Ausbau der europäischen Startkapazitäten. ICEYE verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel, seinen Partnern und Kunden einen souveränen europäischen Zugang zum Weltraum zu ermöglichen.
Im vergangenen Jahr hat ICEYE mit Rheinmetall ein Joint Venture mit dem Namen Rheinmetall ICEYE Space Solutions GmbH (RISS) in Neuss gegründet, an dem Rheinmetall 60 Prozent hält und ICEYE 40 Prozent.
Die von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) entwickelte Ariane 6, für die ArianeGroup als Hauptauftragnehmer fungiert, ist Europas Trägerrakete der neuen Generation für schwere Nutzlasten. Die Ariane 6 hat laut Mitteilung bereits neun erfolgreiche Flüge absolviert, davon vier im laufenden Jahr.
ICEYE verdoppelt den Angaben zufolge derzeit seine Produktionskapazität von 50 Satelliten pro Jahr auf ein angestrebtes Produktionsvolumen von 100 Satelliten jährlich ab 2027.
Die von ICEYE gebauten Konstellationen sind dem Unternehmen zufolge als vollständig souveräne Fähigkeit verfügbar und unterliegen keinen ITAR-Beschränkungen der US-Regierung. ICEYE liefere Konstellationen als Teil eines vollständigen und sicheren Systems, das innerhalb von zwölf Monaten gestartet, im Orbit ausgesetzt und betriebsbereit gemacht werden könne.
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