SCILT NAVAL: Mehler Protection zeigt auf der SMM 2026 neues Drohnenabwehrsystem für Schiffe

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Mehler Protection stellt auf der SMM 2026 in Hamburg mit SCILT NAVAL ein neues aktives Drohnenabwehrsystem vor, das speziell für den Schutz von Schiffen im Nahbereich entwickelt wurde. SCILT wurde nach Angaben des Herstellers gezielt für unmittelbare Gefahrenzonen wie etwa in Hafenlagen, Kanaldurchfahrten, bei amphibischen Operationen sowie stationäre maritime Einrichtungen entwickelt, in der groß dimensionierte Flugabwehrsysteme und verbandgebundene Drohnenabwehr‑Lösungen oft nicht mehr wirksam eingreifen können, während dort kleine und kostengünstige Drohnen in großer Zahl eingesetzt werden können.

SCILT fungiere als letzter, aktiver Schutzbaustein für einzelne Schiffsplattformen und überbrücke die Lücke zwischen passivem Schutz und großskaliger Flugabwehr, schreibt Mehler in einer Mitteilung. Das System sei auf kleine Drohntypen ausgelegt, darunter FPV‑Drohnen, kamikazeartige Systeme und Loitering Munition und könne sowohl einzelne Bedrohungen als auch mehrere gleichzeitige Angriffe im Nahbereich abwehren.

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Effektoren, Sensorik und Bedienlogik sind den Angaben zufolge direkt an Bord integriert. Die Sensorpakete enthalten elektro‑optische Systeme und weitere Nahbereichssensorik zur Detektion und Unterstützung der operatorischen Entscheidung. In der ersten Ausbaustufe arbeitet das System laut Hersteller im „Man‑in‑the‑Loop“‑Modus; eine sukzessive Automatisierung sei geplant, sobald Zulassungs‑ und Einsatzverfahren dies zulassen.

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Das System unterscheidet drei Alarmstufen — Detektion, Annäherung und Auslösung — und setzt marktübliche Schrotkaliber als Effektoren ein, wie aus der Mitteilung zu entnehmen ist. Im Vergleich zur Landvariante verfügt SCILT NAVAL über eine erhöhte Wirkreichweite sowie eine automatische Nachladung. Das Effektorenspektrum reicht von fragmentierenden bis hin zu panzerbrechenden Varianten.

SCILT lässt sich laut Hersteller in bestehende C2- und Sensorsysteme einbinden; fehle eine Schnittstelle, könne das System autark mit eigener Aufklärung und Wirkungskette betrieben werden. Zusätzliche Bedien‑ und Anzeigeeinheiten können an mehreren Positionen im Schiffsinneren installiert werden, um der Besatzung situative Übersicht und Bedienbarkeit zu gewährleisten.

Die Entwicklung von SCILT erstreckt sich der Mitteilung zufolge über etwa 18 Monate. In insgesamt 48 Testreihen wurden u. a. Außen‑ und Zielballistik, Auslösesicherheit, Fragmentverteilung sowie maritime Einflüsse wie Salzsprühnebel, Korrosionsbeständigkeit, Vibrationen und Seeschlag untersucht. Auf dieser Grundlage wurde laut Hersteller die optimale Wirkreichweite und Effektorkonfiguration bestimmt.
lah