TKMS und Fincantieri wollen Zusammenarbeit im Unterwasserbereich weiter ausbauen

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Der deutsche Marineschiffbauer TKMS und der italienische Werftkonzern Fincantieri haben eine umfassende Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) unterzeichnet, um ihre langjährige Partnerschaft zu vertiefen und die industrielle Zusammenarbeit im U-Boot- und Unterwasserbereich in Europa zu stärken.

Beide Unternehmen beabsichtigen, bis Ende des Jahres einen Kooperationsrahmen zu schaffen, vorbehaltlich des Abschlusses aller erforderlichen behördlichen Genehmigungsverfahren, heißt es in einer Mitteilung der beiden Unternehmen. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen den Angaben zufolge Technologie, Innovation sowie der langfristige Ausbau von Kompetenzen. Die Absichtserklärung bilde den Rahmen für eine verstärkte technologische Zusammenarbeit, ermöglicht gemeinsame wirtschaftliche Optionen und die Entwicklung eines fortschrittlichen industriellen Unterwasser-Ökosystems. Die beiden Unternehmen wollen gemeinsam internationale Beschaffungsmöglichkeiten prüfen, die durch eine Zusammenarbeit effektiver genutzt werden können.

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Die geplante Partnerschaft sei ausschließlich auf zukünftige Geschäfte ausgerichtet und sieht weder eine Fusion noch den Erwerb von Anteilen oder Vermögenswerten vor, heißt es in der Mitteilung. Beide Unternehmen werden demnach weiterhin unabhängig voneinander agieren. Bestehende Verträge, Programme und Projekte beider Unternehmen bleiben vollständig unabhängig und unberührt.

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Fincantieri und TKMS bauen auf einer jahrzehntelangen erfolgreichen industriellen und operativen Zusammenarbeit bei den U-Boot-Klassen 212A und 212NFS auf, durch die sich eine langjährige und vertrauensvolle industrielle Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen entwickelt hat. Neben der technischen Kooperation besteht auch bereits im Bereich des Vertriebs in bestimmten Weltregionen eine Abstimmung.

Die Vereinbarung zwischen zwei der führenden Branchenakteure sei ein wichtiger Schritt zur Stärkung der industriellen Basis Europas im Verteidigungsbereich, heißt es in der Mitteilung. Die maritime Industrie Europas werde durch die Zusammenarbeit von TKMS und Fincantieri widerstandsfähiger, wettbewerbsfähiger und strategisch autonomer. Dies werde die Realisierung von neuen Projekten sowie Kostensynergien auf beiden Seiten ermöglichen.

Oliver Burkhard, CEO von TKMS, wird mit der Aussage zitiert: „Diese Absichtserklärung unterstreicht einmal mehr unser Engagement für den Ausbau der internationalen Zusammenarbeit innerhalb der europäischen Schifffahrtsindustrie und bekräftigt die Stärkung unserer Partnerschaft. Indem wir unsere sich ergänzenden Kompetenzen bündeln, treiben wir Innovationen voran, schaffen neue Möglichkeiten für unsere Kunden und stärken die strategische Autonomie Europas.“

Wie hartpunkt berichtete, führt auch bereits Gespräche mit dem staatlichen spanischen Werftkonzern Navantia, um dessen Fertigungskapazitäten zu nutzen.

Pierroberto Folgiero, Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer von Fincantieri, erklärt laut Mitteilung: „Mit unserer Absichtserklärung gehen wir einen weiteren Schritt hin zu einer wettbewerbsfähigen und integrierten industriellen Basis in Europa. Fincantieri und TKMS werden mit dieser Vereinbarung komplementäre Stärken und Fachkenntnisse bündeln, um unseren Kunden einen besseren Service zu bieten und gleichzeitig zur langfristigen Entwicklung der europäischen Unterwasserfähigkeiten beizutragen.“
lah