Der schwedische Rüstungskonzern Saab wurde von einem nicht weiter spezifizierten Land aus dem Mittleren Osten mit der Lieferung von zwei Airborne Early Warning & Control (AEW&C) Flugzeugen des Typs GlobalEye beauftragt. Wie Saab in einer heutigen Mitteilung schreibt, beläuft sich der Auftragswert auf 10,1 Milliarden SEK (rund 910 Millionen Euro), die Auslieferung soll 2030 erfolgen.
Bei GlobalEye handelt es sich laut Hersteller um eine Multi-Domain-AEW&C-Lösung mit einer Reihe von aktiven und passiven Sensoren, die eine Fernerkennung und Identifizierung von Objekten in der Luft, auf See und über Land ermöglichen. Durch die Bereitstellung von Echtzeitinformationen für Luft-, Land- und Seestreitkräfte ermögliche GlobalEye eine verbesserte Lageerkennung der Umgebung und eine frühzeitige Erkennung von Bedrohungen.
Micael Johansson, Präsident und CEO von Saab, wird mit den Worten zitiert: „Dieser Auftrag unterstreicht unser Engagement, unseren Kunden einsatzbewährte, multidomänenfähige AEW&C-Fähigkeiten zur Verfügung zu stellen. Das wachsende internationale Interesse an GlobalEye spiegelt dessen Wirksamkeit und Zuverlässigkeit bei modernen Luftverteidigungseinsätzen wider.“
GlobalEye kombiniert das Erieye Extended Range Radar von Saab mit einer modernen Sensorsuite und einem dimensionsübergreifenden Führungs- und Leitsystem (C2) auf einem Flugzeug vom Typ Bombardier Global 6500.
Als AEW&C-System biete GlobalEye Fernerkundung mit hohen Aktualisierungsraten und sei in der Lage, schwer erkennbare und getarnte Bedrohungen sowie Drohnen, ballistische und Hyperschallraketen zu identifizieren – selbst in komplexen Umgebungen, die durch starke Störsignale und elektronische Störmaßnahmen gekennzeichnet seien.
Ende 2025 bestellte Frankreich ebenfalls zwei GlobalEye-Systeme, zudem verhandelt die NATO mit Saab aktuell über die Beschaffung von bis zu zehn Flugzeugen. Auch Kanada hat Interesse an der Beschaffung der Aufklärungsflugzeuge gezeigt.
Waldemar Geiger















