Brontanax: BAE Systems zeigt neues Collaborative Combat Aircraft

Lars Hoffmann

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Der britische Rüstungskonzern BAE Systems hat gestern auf der Farnborough International Airshow das erste unbemannte, autonome „Collaborative Combat Aircraft“ (CCA) Großbritanniens mit dem Namen Brontanax der Öffentlichkeit vorgestellt. Es soll die Kampfkraft der Luftstreitkräfte erweitern, indem es in Nutzung befindliche und zukünftige bemannte Flugzeuge ergänzt und so zusätzliche Einsatzkapazitäten zu geringeren Kosten bereitstellt, wie BAE Systems in einer Mitteilung schreibt.

Brontanax solle Fähigkeiten zur elektronischen Kriegsführung und für Präzisionsschläge gegen Luft- und Bodenziele bereitstellen. Im Einsatz zusammen mit Kampfflugzeugen wie dem Eurofighter/Typhoon werde es die Kampfkraft und die operative Effektivität steigern. Die Indienststellung des CCA ist den Angaben zufolge noch vor Ende dieses Jahrzehnts geplant, der Erstflug bis Ende kommenden Jahres. Das Fluggerät werde derzeit in Warton für Bodentests vorbereitet, bevor Flugtests im britischen Luftraum durchgeführt werden.

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Brontanax ist laut Hersteller von der Größe her mit einem Hawk-Jet von BAE Systems vergleichbar und so konzipiert, dass es von einem „Typhoon“-Piloten oder einem Piloten aus der Ferne gesteuert werden kann, wodurch bemannte und unbemannte Flugzeuge als Team operieren sollen. Dank seiner offenen Architektur und seines modularen Aufbaus lasse sich das CCA leicht anpassen, um sich den weiterentwickelnden Bedrohungen immer einen Schritt voraus zu sein.

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Die Ankündigung folgt auf die Mitteilung des Verteidigungsinvestitionsplans der britischen Regierung am gleichen Tag, in dem eine Zusage in Höhe von 300 Millionen Pfund für das souveräne, autonome CCA-Programm „Storm Fighter“ angekündigt wurde. „Storm Fighter“ werde der Royal Air Force Europas erste Fähigkeit der sechsten Generation bieten, heißt es in der Mitteilung.

Brontanax wurde laut Hersteller vom FalconWorks-Team von BAE Systems entwickelt und wurde bislang durch eigenfinanzierte Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen des Unternehmens finanziert. Es sei das neueste unbemannte Flugsystem (UAS) des Konzerns. Der Prototyp wurde von Ingenieuren bei BAE Systems in Warton, Lancashire – dem Zentrum der britischen Luftfahrtindustrie für Kampfflugzeuge – entwickelt und gebaut, wie es heißt. Bislang waren mehr als 500 Mitarbeiter von BAE Systems an der Entwicklung des Flugzeugs beteiligt und arbeiteten dabei mit über 75 Großunternehmen und kleinen und mittleren Unternehmen aus dem britischen Luft- und Raumfahrtsektor zusammen.

„Wir investieren 300 Millionen Pfund in unser „Storm Fighter“-Programm, um hier in Großbritannien ein autonomes Kampfflugzeug zu entwickeln. Diese Vorstellung verdeutlicht die Tiefe der industriellen Kapazitäten, über die wir hier in Großbritannien verfügen, um unser Ziel zu verwirklichen, Europas erste Luftwaffe der sechsten Generation zu werden“, sagte der britische Verteidigungsminster Wes Streeting laut Mitteilung.

Nach Aussage von Air Marshal Sir Harv Smyth, Chief of the Air Staff, ist die Royal Air Force entschlossen, Europas erste Luftwaffe der sechsten Generation zu werden, indem sie Innovationen vorantreibt und den Einsatz modernster Technologien beschleunigt. „Gemeinsam mit BAE Systems machen wir einen großen Schritt in Richtung dieses Ziels“. Ein Prototyp des Brontanax solle voraussichtlich im nächsten Jahr fliegen.

Lars Hoffmann