Collaborative Combat Aircraft: Niederlande beteiligen sich an US-Programm

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Das niederländische Verteidigungsministerium hat entschieden, sich am US-amerikanischen Wissens- und Innovationsprogramm für unbemannte Kampfflugzeuge, sogenannte Collaborative Combat Aircraft (CCA), zu beteiligen. Wie es in einer Mitteilung des Ministeriums heißt, ist es Absicht ein Letter of Acceptance (LoA) zu unterzeichnen. Verteidigungsstaatssekretär Derk Boswijk Dies habe dies gestern dem Parlament mitgeteilt.

Das Verteidigungsministerium hatte bereits im vergangenen Oktober sein Interesse an dem Vorhaben bekundet und dazu eine Absichtserklärung (Letter of Intent) unterzeichnet, hartpunkt berichtete. Das Verteidigungsministerium muss bis zum 8. April mitteilen, ob es an diesem Programm weiter teilnimmt, und will dazu den LoA unterschreiben.

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Laut Mitteilung erhalten das Ministerium und die beteiligten Forschungseinrichtungen TNO und NLR durch die Teilnahme an dem Programm Wissen und Zugang zu Daten über CCA. Dies führe zu konkreten Chancen für einen beschleunigten Wissensaufbau im Bereich autonomer Systeme in den Niederlanden und Europa. Die Teilnahme biete zudem die Möglichkeit zur Integration in die niederländischen Kampfflugzeuge der fünften Generation wie die F-35. Die Kosten für die Teilnahme am Wissens- und Innovationsprogramm werden auf 50 bis 100 Millionen Euro beziffert und sollen aus dem bestehenden Budget des Verteidigungsministeriums bestritten werden.

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In Europa gibt es laut Ministerium zwei größere internationale Kooperationsprogramme für künftige Kampfflugzeuge, bei denen eine mögliche unbemannte Kampffähigkeit Teil des Konzepts sei. Offenbar geht es dabei um FCAS und GCAP. Beide Initiativen befinden sich in einem frühen Stadium, wobei der Schwerpunkt zunächst auf bemannten Systemen der sechsten Generation liegt, und bieten laut Ministerium derzeit keine Möglichkeiten zur Teilnahme an einem Wissens- und Innovationsprogramm für unbemannte Kampfflugzeuge.

Die Niederländer schließen eine weitere Zusammenarbeit mit anderen Ländern im Bereich CCA in der Zukunft nicht aus und verfolgen nach eigenen Angaben die Entwicklungen weltweit und insbesondere im europäischen Kontext weiterhin aufmerksam. Darüber hinaus prüft das Verteidigungsministerium Möglichkeiten, die innovative niederländische Industrie in die zukünftige Entwicklung von CCA einzubeziehen.

Staatssekretär Boswijk wird mit der Aussage zitiert: „Intelligente unbemannte Systeme werden für die Streitkräfte immer wichtiger. Das CCA-Programm ist dabei führend. Durch die Teilnahme an diesem Wissens- und Innovationsprogramm sammelt das Verteidigungsministerium – und damit die Niederlande – Wissen und Erfahrung mit solchen Systemen. Das verschafft uns eine gute Ausgangsposition, um fundierte Entscheidungen zu treffen, wenn wir den Beschluss fassen, solche Systeme zu beschaffen.”

Dem Staatssekretär zufolge werden die Niederlande erst zu einem späteren Zeitpunkt eine Entscheidung über die Beschaffung eines CCA-Systems treffen. Dabei bestehe keine Verpflichtung, ein amerikanisches CCA-System zu erwerben.
lah