EGB-Kräfte des Heeres sollen offenbar in einem Verband zusammengeführt werden

Waldemar Geiger

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Die derzeit zu den beiden Fallschirmjägerregimentern der Bundeswehr zugehörigen EGB-Kräfte (Spezialisierte Kräfte des Heeres mit Erweiterter Grundbefähigung für Spezielle Operationen, kurz EGB) sollen im Rahmen der Neustrukturierung des Heeres offenbar in einem eigenen Verband zusammengeführt und in räumlicher Nähe zum Kommando Spezialkräfte (KSK) stationiert werden. Dies bestätigen mehrere mit dem Sachverhalt vertraute Kreise gegenüber hartpunkt. Auf Anfrage von hartpunkt wollte das Heer dies jedoch mit Verweis auf noch laufende Planungsprozesse weder bestätigen noch dementieren.

EGB-Kräfte wurden 2007 erstmals mit dem Ziel aufgestellt, ein Fähigkeitsprofil in der Bundeswehr zu schaffen, welches zwischen dem der regulären Fallschirmjägertruppe und dem des Kommandos Spezialkräfte angesiedelt ist. Ein aktueller Auftrag der EGB-Kräfte besteht darin, die Spezialkräfte der Bundeswehr bei der Durchführung von Spezialkräfteoperationen zu unterstützen. Dazu nehmen die EGB-Soldatinnen und -Soldaten an gemeinsamen Übungen mit den Spezialkräften der Luftwaffe, der Marine und des Heeres teil. In den vergangenen Jahren unterstützten EGB-Kräfte die Spezialkräfte der Bundeswehr im Rahmen des Afghanistan-Einsatzes sowie der Operation Gazelle im Niger und jüngst bei der Ausbildung ukrainischer Spezialkräfte.

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Gegenwärtig verfügt die Bundeswehr zumindest organisatorisch über insgesamt vier EGB-Fallschirmjägerkompanien, jeweils die 2. und 3. Kompanie im Fallschirmjägerregiment 26 in Zweibrücken bzw. im Fallschirmjägerregiment 31 in Seedorf. Zudem gehören Angehörige der Fallschirmspezialzüge sowie Diensthundespezialzüge zu den EGB-Kräften der Fallschirmjägertruppe. Neben den EGB-Kräften in den beiden Fallschirmjägerregimentern verfügen auch Kräfte der beiden Luftlandeaufklärungskompanien sowie der beiden Luftlandepionierkompanien über den EGB-Status. Auch die Fernspähkräfte des Heeres besitzen die Grundbefähigung für Spezielle Operationen.

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Dem Vernehmen nach plant das Heer nun im Zuge der Umstrukturierung, die EGB-Kompanien der beiden Fallschirmjägerregimenter aus der Luftlandebrigade 1 rauszulösen, um diese in einem gemeinsamen Verband zusammenzuführen und dem Kommando Spezialkräfte zu unterstellen. Als möglicher Stationierungsort wird dem Vernehmen nach eine Liegenschaft in Baden-Württemberg in räumlicher Nähe zum KSK favorisiert.

Waldemar Geiger