Großbritannien vergibt erste Aufträge für kostengünstige Drohnenabwehrsysteme

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Das britische Verteidigungsministerium hat drei Unternehmen Aufträge im Wert von 3,16 Millionen Pfund für die Entwicklung kostengünstiger Effektoren zum Abschuss von Drohnen bewilligt. Das Vereinigte Königreich sei das erste von fünf europäischen Partnerländern, das im Rahmen eines gemeinsamen Programms zur Stärkung der Luftverteidigung Aufträge vergebe, schreibt das Verteidigungsministerium in London.

Das Programm mit dem Namen „Low-Cost Air Defence Effectors“ (LCADE) wird von der „National Armaments Director“ (NAD)-Gruppe im Rahmen einer umfassenderen europäischen Initiative namens „Low-Cost Effectors and Autonomous Platforms“ (LEAP) durchgeführt.

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LEAP vereint fünf Länder – das Großbritannien, Polen, Frankreich, Italien und Deutschland –, um kostengünstige Einsatzmittel und autonome Systeme zu entwickeln. Jedes Land führt einen eigenen nationalen Wettbewerb durch, auf den eine multilaterale Phase folgt, mit dem Ziel, das Wachstum in der gesamten europäischen Verteidigungsindustrie anzukurbeln, die Zusammenarbeit zu verbessern und Lösungen bereitzustellen.

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Das aktuelle Programm unterstützt laut Mitteilung die Mission der NAD-Gruppe, die Verteidigungsfähigkeiten des Vereinigten Königreichs zu stärken, indem eng mit der Industrie zusammengearbeitet, Innovationen beschleunigt und Ausrüstung schneller bereitgestellt werden.

Die drei erfolgreichen Unternehmen sind Frankenburg Technologies, Greenjets und Cambridge Aerospace, die nun ihre Entwürfe entwickeln und erproben sollen. Alle drei sind kleine oder mittelständische Unternehmen. Cambridge Aerospace wurde dem Verteidigungsministerium erst kürzlich vorgestellt, wie es in der Mitteilung heißt. Jedes dieser Unternehmen sei im Vereinigten Königreich vertreten und habe sich verpflichtet, dort Produktionskapazitäten aufzubauen, wodurch Arbeitsplätze gesichert und das regionale Wirtschaftswachstum gefördert werde.

Die Aufträge wurden von Commercial X vergeben, einem Team der NAD-Gruppe, dessen Aufgabe es ist, das Beschaffungstempo zu beschleunigen und Zugangsbarrieren für kleine Unternehmen abzubauen, um Innovationen schneller an die Front zu bringen. Das Team war laut Ministerium dafür verantwortlich, Lieferanten zügig unter Vertrag zu nehmen, um die Programme der Regierung für Hyperschallwaffen und gerichtete Energie-Waffen umzusetzen, sowie kürzlich Verträge im Wert von bis zu 4 Millionen Pfund mit 13 zukünftigen britischen „Einhörnern“ abzuschließen.

In der nächsten Phase wird der Schwerpunkt auf der Identifizierung von Lösungen liegen, die potenziell in großen Stückzahlen in den fünf Partnerländern produziert werden können, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Dies erfordere starke Fertigungskapazitäten und zuverlässige Lieferketten, um sicherzustellen, dass die Systeme schnell und in großem Maßstab geliefert werden können.

Nach Angaben von Anmol Manohar, Geschäftsführer von Greenjets, soll noch im Laufe dieses Jahres mit den Demonstrationsversuchen begonnen werden.
lah