Der südkoreanische Panzerbauer Hyundai Rotem und der norddeutsche Panzerbauer FFG Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft mbH (FFG) haben heute auf der Eurosatory in Paris einen Kooperationsvertrag für die Entwicklung und Produktion von Bergepanzern für die polnischen Streitkräfte unterschrieben.
Die Kooperation sieht vor, dass FFG bei der Entwicklung der auf der K2-Plattform basierenden Bergepanzer unterstützt und 31 „Mission Equipment Sets“ liefert. Die Serienauslieferung der als K2PL ARV (Armored Recovery Vehicle) ist dem Vernehmen nach beginnen ab 2029 vorgesehen.
Die Basis für den zukünftigen polnischen Bergepanzer liefert das K2PL-Fahrgestell, welches um einen aus der Bergevariante des WiSENT 2 bekannten Bergerüstsatz ergänzt wird. Im Rahmen der Kooperation zeichnet sich die FFG für die Hydraulik sowie die Komponenten, Winde mit einer 40 Tonnen Zugkraft im Einfachzug, Hilfswinde, 32-Tonnen-Kran, Räumschild und die Gefechtsfeldbergeeinrichtung (CRS – Combat Recovery System) verantwortlich.
Die polnischen Streitkräfte beabsichtigen bis zu 1.000 K2-Kampfpanzer zu beschaffen. 2022 wurde dazu ein Vertrag für die Lieferung von 180 in Südkorea produzierten K2-Kampfpanzern unterschrieben. Die ersten 10 Systeme wurden Ende 2022 an die polnischen Streitkräfte übergeben. Zudem wurde 2023 seitens Hyundai Rotem eine Kooperationsvereinbarung mit dem polnischen Verteidigungsministerium unterzeichnet, welche eine gemeinsame Produktion von bis zu 820 des auf die Anforderungen der polnischen Streitkräfte angepassten Kampfpanzers des Typs K2PL in Polen vorsieht. Bestandteil dieser Kooperationsvereinbarung ist auch die Produktion von Unterstützungspanzern.
Fest bestellt bzw. geliefert sind bis dato 180 Kampfpanzer des Typs K2 (ausgeliefert), 116 Kampfpanzer in der Variante K2GF mit einem Liefertermin zwischen 2026 und 2027 und 64 in der Variante K2PL (61 davon durch polnische Fertigung) mit einem Liefertermin zwischen 2028 und 2030. Zudem sollen 81 Unterstützungspanzer in Polen gefertigt werden, 31 davon in der Variante Bergepanzer, 25 Pionierpanzer und 25 Brückenleger.
Waldemar Geiger


















