Die U.S. Army hat im Rahmen des „Project Flytrap“, einer Drohnenabwehr-Übung auf dem litauischen Übungsplatz Pabradė, die Loitering Munition HX-2 des deutschen Technologieunternehmens Helsing getestet. Dies bestätigte ein Sprecher des Unternehmens auf Nachfrage von hartpunkt. Zuvor hatte die US-Nachrichten-Website Axios über das Thema berichtet.
Dem Medium zufolge wurden im Rahmen der Übung 200 Drohnenflüge durchgeführt, 17 davon mit der HX-2, wovon 15 ins Ziel trafen und zwei knapp daneben gingen. Alex Miller, Chief Technology Officer der U.S. Army wird in dem Bericht mit der Aussage zitiert, wonach die HX-2 ursprünglich als System für Einwegangriffe und zur Abwehr von Drohnen eingesetzt wurde, „Aber die Nutzer, mit denen ich gesprochen habe, teilten mir mit, dass sie sie als Aufklärungsplattform und als Loitering Munition einsetzten, da sie dank der integrierten Bildverarbeitungstechnologie in der Lage war, Ziele zu erkennen und zu verfolgen und selbst unter Störbedingungen zu fliegen“, so Miller gegenüber Axios.
Weitere Details zu der US-Erprobung wollte Helsing mit Ausnahme der Bestätigung der Testflüge auch auf Nachfrage nicht nennen.
Bei der HX-2 handelt es sich um eine von Helsing entwickelte, KI-gestützte Strike-Drohe, die nach Angaben des Herstellers gegenüber hartpunkt seit Ende 2025 in die Ukraine geliefert wird und sich „in tausender Stückzahlen im alltäglichen Einsatz an der ukrainischen Front“ befindet. Zudem hat die Bundeswehr die HX-2 von Helsing, als eines von drei Loitering-Munition-Systemen beschafft, um diese im Rahmen des „Aufklärungs- und Wirkverbund unbemannte Systeme“ zu nutzen, hartpunkt berichtete. Das Artilleriebataillon der in Litauen stationierten Panzerbrigade 45 soll als erster Verband mit diesen neuen Waffensystemen ausgestattet werden.
Die HX-2 wird vom Hersteller als softwaredefinierte und massenproduzierbare Strike-Drohne beschrieben. Das elektronisch angetriebene X-Wing-Präzisionswirkmittel weist Helsing zufolge eine Reichweite von bis zu 100 km auf. Integrierte künstliche Intelligenz soll zudem sicherstellen, „dass die HX-2 gegen feindliche Maßnahmen der elektronischen Kriegsführung (EW) immun ist, durch die Fähigkeit Ziele wieder zu identifizieren und zu bekämpfen – selbst ohne GNSS-Signal oder kontinuierliche Datenverbindung“, schreibt das Unternehmen auf seiner Webseite. Das Gewicht der Strike-Drohne wird mit 12 kg und die maximale Geschwindigkeit mit 220 km/h angegeben.
Waldemar Geiger

















