Rheinmetall soll weitere Laser-Licht-Module für die Bundeswehr liefern

Waldemar Geiger

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Die Bundeswehr hat den Rüstungskonzern Rheinmetall erneut einen Großauftrag für Laser-Licht-Module des Typs „LLM-VarioRay“ zur Ausstattung von neuen Sturmgewehren erteilt. Zwischen 2026 und 2032 solle Rheinmetall zufolge eine weitere sechsstellige Stückzahl der Laser-Licht-Module im Wert von mehreren hundert Millionen Euro an die Truppe geliefert werden. Die Geräte seien „made in Germany“ und werden von Rheinmetall Soldier Electronics aus Stockach am Bodensee hergestellt.

Nachdem der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages im Dezember 2025 die Finanzmittel freigegeben hatte, sei nun ein weiterer Festabruf aus dem im Juni 2021 geschlossenen und im Dezember 2025 erweiterten Rahmenvertrag getätigt worden, schreibt Rheinmetall. Wie hartpunkt berichtete, wurden bereits im Dezember 130.000 der 250.000 möglichen Laser-Licht-Module im Wert von 255 Millionen Euro aus dem Rahmenvertrag abgerufen. Dem Vernehmen nach wurden nun die etwa 120.000 restlichen im Rahmenvertrag als Option enthaltenen Geräte abgerufen. Der Auftragswert dürfte bei rund 240 Millionen Euro liegen.

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Das Rheinmetall-Laser-Licht-Modul LLM-VarioRay gehört laut Hersteller zur neuesten Gerätegeneration dieser Art. Es wird an den Handwaffen vorrangig der infanteristisch und abgesessen kämpfenden Kräfte eingesetzt und dient dazu, Ziele zu entdecken, zu identifizieren und zu markieren.

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Das mit Halterung rund 250 Gramm leichte LLM-VarioRay lässt sich über eine MIL-STD 1913-Schiene/ STANAG 4694 an jedem Sturmgewehr einsetzen und kann über ein Triggerkabel bedient werden. Es verfügt über eine starke Weißlicht-LED, einen Rotlicht-Lasermarkierer, einen Infrarot-Lasermarkierer und einen elektrisch fokussierbaren Infrarot-Beleuchter. Die Lichtquelle lässt sich stufenlos per Drehschalter auswählen und regeln. Das Gerät verfügt über einen voll integrierten, werkseitig ausgerichteten Laserblock. Dieser Laserblock ermöglicht eine einfache Justierung und Ausrichtung an Visier und Waffe. Gemeinsam mit Nachtsicht- und Wärmebildgeräten können die deutschen Streitkräfte so ihre Aufträge über das gesamte Einsatzspektrum hinweg zu jeder Tages- und Nachtzeit und bei jedem Wetter erfüllen.

Die Produktfamilie LLM-VarioRay ist unter anderem auch Bestandteil des deutschen Soldatensystems „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System (IdZ-ES)“ und dient ebenso in der British Army als Laser Light Module MK3 oder in der Schweizer Armee als Laser-Licht-Modul 19.

„Unser vielseitiges und einsatzbewährtes LLM-VarioRay ist ein wichtiger taktischer Kampfkraftverstärker für die abgesessen kämpfenden Soldatinnen und Soldaten“, wird Timo Haas, Divisionsleiter Digital Systems, in der Pressemitteilung von Rheinmetall zitiert. „Der weitere Großauftrag der Bundeswehr zeigt das Vertrauen der Truppe in unsere Fähigkeiten und unterstreicht die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Industrie, Beschaffern und Streitkräften.“

Waldemar Geiger