Das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) hat sich gemeinsam mit der Landeshauptstadt Kiel, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und der Deutschen Marine grundlegend auf die zukünftige Nutzung der ehemaligen Fläche des Marinefliegergeschwaders 5 in Holtenau Ost und im Bereich der Wik geeinigt. Mit dem gestern unterzeichneten Letter of Intent (LoI) haben sich alle Beteiligten darauf verständigt, dass die genannten Bereiche grundsätzlich wieder militärisch genutzt werden, wie aus einer Mitteilung des BMVg hervorgeht.
Mit der Unterzeichnung werde erstmals nach der Entscheidung zum Aufwuchs der Bundeswehr die Grundlage für den Rückkauf einer Fläche geschaffen, die bereits an die Stadt verkauft worden war.
Für den geplanten Aufwuchs der Bundeswehr, der sich aus der Sicherheitslage, den NATO-Fähigkeitsforderungen und den nationalen Anforderungen ergibt, sei auch die Marine auf zusätzliche Infrastruktur angewiesen, heißt es in der Mitteilung. Für ihre strategische Neuausrichtung und die Planungen der NATO werden den Angaben zufolge insbesondere im Bereich der Ostsee Flächen für Infrastruktur, Logistik und Stationierung benötigt.
Zur Deckung dieser militärischen Bedarfe finden bereits seit mehreren Monaten Gespräche zwischen den Beteiligten des Bundes, der Bundeswehr und der Landeshauptstadt Kiel statt. Ziel dieses sogenannten Standortdialogs ist es, die bisherigen städtebaulichen Planungen der Stadt bestmöglich mit den Flächenbedarfen der Bundeswehr in Einklang zu bringen.
Alle Beteiligten bekräftigen laut Mitteilung mit dem unterzeichneten LoI die grundsätzliche Bereitschaft, die gemeinsam erarbeiteten Lösungsansätze umzusetzen. Die Absichtserklärung sei zwar rechtlich nicht bindend, lege aber wesentliche Leitlinien für die weiteren gemeinsamen Schritte fest.
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