Die russischen Streitkräfte haben einen neuen mehrrollenfähigen Pionierpanzer mit der Bezeichnung UBIM in Dienst gestellt. Das System wurde vom Rüstungskonzern Uralwagonsawod entwickelt und soll mehrere bislang getrennte Fähigkeiten in einer auf dem T-90M basierenden Plattform bündeln. Dies gab der russische Rüstungsverbund Rostec am 26. März 2026 in einer Pressemitteilung bekannt.
Der Mitteilung zufolge vereint der UBIM die Funktionen eines gepanzerten Berge- und Reparaturfahrzeugs, eines Pionierpanzers, sowie eines Minenräumfahrzeugs. Damit zielt das System Rostec zufolge auf eine hohe Verwendungsbreite im Gefecht ab.
Der Panzer ist dem Unternehmen zufolge für Einsätze unter Gefechtsbedingungen ausgelegt und soll insbesondere das Vorrücken eigener Kräfte unterstützen. Zu den genannten Fähigkeiten zählen das Räumen von Sperren, das Anlegen von Marschrouten für Kolonnen sowie Erdarbeiten zum Stellungsbau. Darüber hinaus kann der UBIM beschädigte Fahrzeuge bergen, Trümmer beseitigen, Gräben verfüllen und einfache Wege befestigen.
Zur Ausstattung gehören unter anderem ein Räumschild, Seilwinden zur Fahrzeugbergung sowie Systeme zur Überwindung von Minen- und Sprenghindernissen. Hierzu kann der Panzer neben Fahrer und Kommandant/Gerätebediener auch einen Minenräumtrupp im geschützten Kampfraum aufnehmen, welcher im Bedarfsfall seine Aufgaben abgesessen durchführen kann.
Technisch basiert der UBIM auf dem Kampfpanzer T-90M. Angetrieben wird das Fahrzeug Herstellerangaben zufolge von einem Motor mit einer Leistung von 1.130 PS. Als Bewaffnung zeigt Rostec das Fahrzeug mit einer unbemannten Waffenstation und einem Maschinengewehr im Kaliber 12,7 x 108 mm. Zudem verfügt der Pionierpanzer über ein nicht näher erläutertes modulares Schutzkonzept, welches sich vermutlich ebenfalls an der aktuellen Ausführung des T-90 orientiert. Nach Herstellerangaben flossen Erfahrungen aus verschiedenen Konflikten, vornehmlich aus dem Ukrainekrieg, in die Entwicklung ein.
Die Einführung des UBIM deutet auf einen anhaltenden Bedarf an leistungsfähigen Pionierpanzern in den russischen Streitkräften hin, welche eigene gepanzerte Kräfte im Gefecht begleiten, unterstützen und im Bedarfsfall bergen können. Angaben zu geplanten Stückzahlen, Kosten oder Zeitplänen machte der Hersteller indes keine.
Kristóf Nagy


















