Im Rahmen der aktuell in Düsseldorf stattfindenden Robotikmesse Xponential Europe präsentiert die EUROBOTICS GmbH den modularen Unterwasser-Lastenträger Speartooth erstmals in Deutschland.
Der Speartooth ist ein vom australischen Unternehmen C2 Robotics in den letzten vier Jahren entwickeltes Large Uncrewed Underwater Vehicle (LUUV). Nach Aussagen eines EUROBOTICS-Vertreters wird das System aktuell unter anderem durch die australische Marine als Teil des Rüstungsvorhabens SEA 1200 untersucht. Zudem wird es den Angaben von EUROBOTICS zufolge aktuell durch eine Nation in der Ostsee getestet. EUROBOTICS selbst ist ein vor wenigen Wochen gegründetes Unternehmen der AEGIRON-Gruppe zu der auch die INTEC-Gruppe gehört. Innerhalb der Gruppe ist das Unternehmen für die Entwicklung, Integration und den Betrieb von unbemannten Systemen in allen Dimensionen zuständig. Dabei arbeitet EUROBOTICS auch mit anderen internationalen Herstellern wie beispielsweise C2 Robotics zusammen, nicht nur als Vertriebspartner.
C2 Robotics hat den Speartooth als einen kostengünstigen und modularen Unterwasser-Lastenträger konzipiert, der schnell für unterschiedliche Missionsprofile konfiguriert werden kann. Dazu verfügt der „Unterwasser-Lkw“ über zwei Nutzlastmodule, die jeweils bis zu eine Tonne Nutzlast aufnehmen können. Bei Bedarf können die Module selbst im Einsatz getauscht werden. Dazu müssen nach Aussage von EUROBOTICS nur rund zwei Dutzend Schrauben geschraubt und einige Stecker gezogen werden.
Der Speartooth wurde von Beginn an für kein spezielles Einsatzszenario entwickelt, was die Einordnung des Systems in eine spezifische Kategorie erschwert. Er kann sowohl als Sensorträger bestimmte Räume überwachen oder Wasserminen zum Sperren von Gewässern ausbringen.

Die genauen Leistungsdaten des Speartooth sind vertraulich, EUROBOTICS selbst spricht nur von einer Reichweite von mehreren hundert Nautischen Meilen und einer Tauchtiefe von mehreren Metern. Die Reichweite des elektrisch angetriebenen Unterwasser-Lastenträgers kann jedoch verdreifacht werden, wenn ein Nutzlastmodul durch eine Batterienutzlast belegt wird. Die Positionsbestimmung und Navigation erfolgt mittels einer Sensorsuite, die neben einem Inertialen Navigationssystem auch über ein Sonar und Doppler Velocity Log verfügt.
Waldemar Geiger















