Diehl Defence, ein führender Rüstungskonzern und Anbieter von Lenkflugkörpern und Systemen für bodengebundene Luftverteidigung, hat heute an seinem Standort Nonnweiler im Saarland ein neues Flugkörperintegrationszentrum seiner Bestimmung übergeben. Damit ist ein weiteres Großprojekt als Teil der laufenden Ausbaumaßnahmen an allen Standorten des Unternehmens abgeschlossen, wie Diehl in einer Mitteilung schreibt.
Der Neubau werde vor allem dem Kapazitätsausbau bei Diehl Defence für die Integration von Lenkflugkörpern dienen, zunächst für die verschiedenen Varianten der IRIS-T-Familie. Wie Sprecher von Diehl Defence auf Nachfrage von hartpunkt bestätigte, wird das Unternehmen den Output von Gefechtseinheiten des Luftverteidigungssystems IRIS-T SLM in diesem Jahr auf 10 erhöhen und in zwei Jahren dann voraussichtlich auf 16 möglich. Bei Bedarf sei auch ein noch höherer Outpunk denkbar. Der Output von Lenkflugkörpern des Typs IRIS-T SL habe sich seit 2021 verzehnfacht.
Mit dem neuen Flugkörperintegrationszentrum wurden 3.400 Quadratmeter Produktionsfläche neu geschaffen, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Das Gebäude sei mit seiner nach hinten aufsteigenden Form in Europa einzigartig und entspreche den neuesten rechtlichen Anforderungen und Vorgaben für sprengstoffverarbeitende Betriebe.
„Die Branche investiert, erweitert Kapazität und schafft Arbeitsplätze. Das ist gut für unser Saarland“, sagte Ministerpräsidentin Anke Rehlinger in ihrem Grußwort. Thomas Bodenmüller, CFO Diehl Defence, wird mit den Worten zitiert: „Das Integrationsgebäude ist das erste Gebäude hier in Nonnweiler, das in der laufenden Wachstumsphase fertiggestellt wurde. Die Bauarbeiten für die nächsten drei Neubauten haben bereits begonnen. Insgesamt gibt es am Standort noch über 20 weitere Bauvorhaben. Neben weiteren Fertigungsgebäuden für andere Produktfamilien ist auch an unserer Betriebsstätte in Mariahütte unter anderem ein Neubau für die Logistik geplant.“
Diehl Defence durchläuft nach eigenen Angaben seit mehreren Jahren eine Wachstumsphase, die seit 2022 durch die erheblich gestiegene Nachfrage vor allem seitens des deutschen Auftraggebers sowie anderer NATO-Staaten verstärkt wurde. Das Unternehmen baue deshalb seine Kapazitäten an allen Standorten aus, um seinen Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit der Kunden leisten zu können. Die Investitionssumme hierfür betrage etwa 1,5 Milliarden Euro unternehmensweit.
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